Eigene Bücher chron

Copyright-Hinweise zum Bild hier

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Rettung des Mädchens

Holger Niederhausen: Die Rettung des Mädchens. Books on Demand, 2023. Paperback, 244 Seiten, 14,90 Euro. ISBN 978-3-7494-3508-1. 

► Wichtiger Hinweis: Wer meinen würde, ich schriebe nur 'Mädchen-Bücher', der irrte essenziell - diese Mädchen sind Botinnen des immer verschütteteren Wesens der menschlichen Seele überhaupt.

Erschienen am 25. März 2023.              > Bestellen: Books on Demand | Amazon <              > Reaktionen und Rezensionen <

Inhalt


Die Menschheit ist dabei, ihre Seele zu verlieren – und wir alle sind Meister der Verleugnung. Dieses Buch führt in erschütternde Tiefen der Selbst- und Welt-Erkenntnis. Zugleich macht es bis in die Tiefe erlebbar, wie sehr das MÄDCHEN eins ist mit dem Wesen der Seele – und warum daher gerade das Mysterium des Mädchens immer mehr verschwindet und vernichtet wird ... und doch die rettende Antwort auf alles (!) ist.

Über dieses Buch


Dieses Buch führt den Leser in größter Tiefe und Intensität in existenzielle Fragen seines innersten Selbstverständnisses hinein – und konfrontiert uns mit dem Zustand der Seele und der daraus resultierenden Realität. Im Gegensatz zu zahllosen anderen Büchern, die bei der bloßen Weltlage oder bei Allgemeinheiten stehenbleiben, geht es in diesem Buch fast ganz um den inneren Kosmos von Wahrheiten und Lügen, die erkannt werden müssen – nicht nur, damit die Welt zu einer Rettung finden kann, sondern damit der Mensch sein Wesen nicht fortwährend immer weiter verliert, was jede Rettung aussichtslos machen würde.

So ist dieses Buch in eminentestem Sinne eine tiefe Grundlage für ein spirituelles Welt- und Menschenbild, ohne mit irgendwelchen Begrifflichkeiten um sich zu werfen. Vielmehr dringt es ein in die Phänomene und macht tief begreiflich, was geschieht und was wir tun und sind. Jeder Leser wird hier sehr viel über sich selbst und die Realität der Seele (als eines absolut Realen) erfahren.

Und er wird in einer nie vermuteten Tiefe das Mysterium des Mädchens kennenlernen – einer zunächst einmal idealischen Gestalt, wie sie bereits in den ,Märchen’ in grandiosen Wahrbildern erscheint, ohne hier heute noch ernst genommen zu werden. Ja, diese Gestalt, die über die Märchen weit hinausgeht, wird heute – und längst – bekämpft, nicht nur vom Feminismus, sondern vom gesamten ,Zeitgeist’. Dieses Buch zeigt, wie groß die Irrtümer und Einseitigkeiten auf diesem Gebiet sind, wie erschütternd tief sie reichen – und was all dies mit uns und unserem Zustand innerhalb der Postmoderne zu tun hat.

Indem das Buch auf die Wahrheit des Mädchens blickt, wirft es ein umfassendes Licht auf das Wesen der Seele überhaupt und auf eine Zukunft, die wir uns heute nur deshalb noch nicht vorstellen können, weil wir verlernt haben, das Übersinnliche ernst zu nehmen – aus Gründen, die in diesem Buch ebenfalls tief verständlich werden.

Durch die Zusammenführung all dieser Stränge entsteht ein einzigartiger Zusammenhang, der unglaublich viele Facetten verständlich macht, die alle zum heutigen Zustand der Seele und der Welt zusammenfließen. Ein ganzes Netz von neuen Dogmen und Tabus verhindert dabei, dass wir die Zusammenhänge erkennen. Mit diesem Buch werden sie offenbar.

Leseprobe 1


Das Mädchen ist das ganz Andere.

Mit dieser Feststellung hatten wir den vorigen Abschnitt begonnen und hatten dann diesen ganzen Gedankengang nehmen müssen, um zunächst zu begreifen, was heute von der erwähnten Gedankenpolizei als ,Exotisierung’ bezeichnet wird.

Diese Gedankenpolizei verbietet bereits den Gedanken und Begriff der ,Otherness’ – also des Anderen schlechthin –, womit aber nichts anderes als jene brutale Gleichmacherei erzwungen wird. Und diese Gedankenpolizei sieht nicht, dass die Anderen – nämlich zum Beispiel die Aborigines, soweit sie noch in tiefem Einklang mit ihrer Kultur leben –, tatsächlich mit Erschrecken und Erschütterung auf die Lebensweise der globalisierten Postmoderne blicken, weil sie deren vernichtendes Wesen und deren Leere, deren Abschottung von allem Realen unmittelbar erkennen. Diese Anderen wollen den Begriff der ,Otherness’ gewiss nicht verboten haben, sondern verweisen unermüdlich darauf, dass wir, die postmoderne Kultur, die Anderen sind, gleichsam wie Außerirdische auf dieser Erde erschienen, um sie zu zerstören, mit einer Geistferne ohnegleichen, mit einer Lebensweise und einer inneren Leere, die für einen Aborigine unvorstellbar ist.

Die sogenannten ,Gutmenschen’ wollen alle Unterschiede einebnen, aber sie sehen nicht, dass sie längst Teil eines Unterschiedes sind, den auch sie nicht aufgeben wollen – und dass die echten Aborigines, die ihre eigene Kultur nicht aufgeben, für immer die Anderen bleiben werden. Jene, die den Zusammenhang mit dem Ganzen nicht aufgeben, während alle anderen es getan haben und damit an der Vernichtung teilhaben. Die ,political correctness’ heilt nicht das Geringste – sie verdeckt sogar noch die Erkenntnis der Katastrophe.

Das Mädchen ist das ganz Andere.

Und wenn auch dies nicht mehr ausgesprochen werden darf, dann ist jede Hoffnung verloren. Denn das Mädchen verkörpert das Andere. Dasjenige, was die postmoderne Seele so aggressiv, so um jeden Preis verleugnet und abwehrt – und nicht nur vernichten möchte, sondern ganz real vernichtet, in jeder einzelnen Seele selbst und auch im Kollektiv.

Das Mädchen würde jeden einzelnen Begriff – etwa auch den des ,edlen Wilden’ – bis in seine Tiefen begreifen, wie er wirklich gemeint ist. Es würde mit den Tiefen seines Herzens jede kleine Nuance empfinden – das Berechtigte und das Unberechtigte daran. Denn es besitzt in seinem Herzen eine unendlich feine und richtige Waage – die jeder anderen Seele verlorengegangen ist, weil sich jede andere Seele von abstrakten Gedanken, Dogmen, Ideologien, aber auch Selbstgefälligkeit, Auserwähltheitsphantasien, Hochmut, Narzissmus und unzähligen anderen Nuancen, wie subtil auch immer leiten und führen, verleiten und verführen lässt.

Das Mädchen aber nicht.

Und warum nicht? Würden wir behaupten, dass es uns ernsthaft an einer Antwort gelegen wäre, so müssten wir eine Bereitschaft erkennen lassen, uns auf die Antwort einzulassen – jetzt, an diesem Punkt, müssten wir endlich jene eine, entscheidende Bereitschaft erkennen lassen, von allem ,immer schon Gewussten’ Abstand zu nehmen und einmal nicht mehr zu glauben, wir stünden bereits im Zentrum der Weisheit und hätten sämtliche Weisheit der Welt mit Löffeln gefressen.

Die postmoderne Seele würde dies nie von sich behaupten, aber fast stets verhält sie sich so.

...

Leseprobe 2


Es gibt zwei Wege, sich dem Wesen des Mädchens wirklich zu nähern. Entweder, man vermag es, sich in das Wesen des Mädchens wahrhaft hineinzuversetzen ... oder aber man vermag es, sich von seinem Wesen wahrhaft berühren zu lassen.

Ein bloß gedankliches Hineinversetzen jedoch würde rein gar nichts nützen, denn wann hätte der bloße Gedanke je das Reich eines Herzens erfasst? Und auch berühren lassen kann sich die Seele nur in dem Maße, wie ihr eigenes Herz (wieder) zu sprechen beginnt.

Der Schlüssel zu dem heiligen Geheimnis des Mädchens kann nur über das Herz führen – das Herz selbst ist der Schlüssel. Und solange wir kein Herz haben, fehlt uns auch der Schlüssel zum Wesen des Mädchens.

Aber natürlich behauptet jeder, ein Herz zu haben – und hat es natürlich auch, fein dosiert, wie wir wissen. Und natürlich hat jeder das Wesen des Mädchens inzwischen begriffen – und beurteilt und kategorisiert und seine Reaktion darauf beschlossen und auch angewendet. Und doch kommen wir nicht weiter, wenn wir nicht erkennen, dass das Wesen der postmodernen Seele geradezu der Stillstand ist. Die postmoderne Seele kann alles erkennen – und tut nichts. Denn sie hat sich im Zustand ihres gegenwärtigen Selbstbezuges felsenfest eingerichtet. Die Welt könnte untergehen (das tut sie ja bereits) – und diese postmoderne Seele säße noch immer seelenruhig da, als ginge sie das alles gar nichts an. Denn (das allein reicht als Grund vielfach offenbar schon): Sie ist ja nicht ,schuld’. Verantwortlich seien zunächst einmal andere, und solange diese nicht ... und so weiter, blabla...

Das Mädchen kann all solche Reaktionen nicht begreifen – es erlebt sie als jene geradezu biblische Herzensverhärtung, von der auch Christus sprach. Das Wesen seines Herzens kennt nur die Frage nach Hilfe, nach Veränderung, nach Heilung, nach einem Abschaffen all dessen, was keinen Sinn mehr ergibt, was krank ist und krank macht. Das Mädchen begreift nicht, wie man das Kranke und Tod und Vernichtung Bringende fortsetzen kann – grundsätzlich gesprochen: Wie man fortwährend gegen sein eigenes Herz handeln kann. Als hätte man gar keines...

Aber der Normalzustand ist eben die Abstumpfung – das ist vielleicht sogar die wahre, die tiefste Krankheit. Und der Normalzustand ist, dass inzwischen sogar das Mädchen und die Märchen, in denen es ebenfalls lebt, als ,patriarchale Konditionierung’ verleumdet werden. Das Herz selbst wäre also eine patriarchale Konditionierung, weil es gilt, Seite an Seite mit den Männern herzlos zu sein, anstatt sich in der (beseligenden!) Nähe des Mädchens zu halten und auch den Männern zu helfen, diese Nähe zu finden!

Das Mädchen ist also chancenlos ... denn die postmoderne Seele will gar keine Rettung mehr. Sie will den Untergang, so er denn kommt. Das Mädchen steht da mit leeren Händen, es ist allein. Verzweifelt sieht es niemanden sonst, der so empfindet wie es selbst. Alle anderen Seelen haben sich verschlossen: ,Bin heute nicht zu sprechen...’ Etwas, was das Mädchen nicht begreifen kann... Weinend liegt es am Boden – aber niemand hört es,  und wer es hört, verstopft sich die Ohren...

Wir haben uns in einen gigantischen Irrtum verrannt. In den Glauben – der wie angedeutet einer Religion gleicht –, wir könnten die Welt retten, ohne dem Mädchen näherzukommen. Im Grunde in den Glauben: Die Welt ist gar nicht so gefährdet – oder wir könnten sie retten, indem wir fast alles so lassen, wie es ist. Zumindest uns selbst.

Welche kindischen (im negativen Sinne) Überzeugungen muss man haben, um zu glauben, die Welt könnte gerettet werden, indem man fast alles so lassen könnte, wie es ist? Selbst Kinder können einem heute sagen, dass das verrückt wäre – und das Mädchen würde einen beschwören, von diesem unfassbaren Irrglauben abzulassen. Es ist nichts als die Trägheit und Arroganz der selbstgewissen und selbstgenügsamen Seele, was diesen Irrglauben hervorruft und zementiert. Und es ist die schlicht allzumenschliche Faulheit, nichts zu ändern, wenn man nicht muss – und sich bis zuletzt einzureden, dass man nicht müsse...

...