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Der Kapitalismus und das Mädchen

Holger Niederhausen: Der Kapitalismus und das Mädchen. Das Unheilbare und die Heilerin. Niederhausen Verlag, 2022. Paperback, 156 Seiten, 11,90 Euro. ISBN 978-3-7565-0786-3. 

► Wichtiger Hinweis: Wer meinen würde, ich schriebe nur 'Mädchen-Bücher', der irrte essenziell - diese Mädchen sind Botinnen des immer verschütteteren Wesens der menschlichen Seele überhaupt.

Erschienen am 24. Juni 2022.              > Bestellen: epubli | Amazon <              > Reaktionen und Rezensionen <

Inhalt


Dieses Buch macht erlebbar, wie unheilbar der Kapitalismus ist – und dass eine andere Welt nur aus einer grundlegenden Heilung hervorgehen kann. Bis in die Tiefe wird erlebbar, dass die Heilerin nur das Mädchen sein kann – und der vor allem zu Heilende der Mann. Und es offenbart sich in heiligen Umrissen die einzig wirkliche Alternative zum Kapitalismus, die nach der wirklichen Heilung wachsen würde: Mädchenland...

Über dieses Buch


In seinem ersten Teil führt dieses Buch zu einem wirklichen Erleben des Grauenvollen des Kapitalismus – eines Systems, das unheilbar, unreformierbar und schon in seinen Voraussetzungen menschenunwürdig ist. Dieser Teil durchbricht die Illusion, wir alle würden zumindest irgendwie vom Kapitalismus und seinen Errungenschaften profitieren – das Gegenteil ist wahr.

Ein Übergangsteil bereitet die lesende Seele darauf vor, sich auch selbst zu hinterfragen – und etwa aus einer fruchtlosen Einstellung des Sich-Aufregens herauszukommen, um viel aufrichtigere Empfindungen haben zu können.

Der umfassende Hauptteil des Buches macht dann immer umfassender erlebbar, was in seinem tiefsten Wesen eigentlich ein Mädchen ist – und was in seinem ganzen Ausmaß das Mysterium ist, in das ein Mann sich verlieben kann ... um in einer unvorstellbaren Tiefe von dem Mädchen geheilt zu werden.

Wer es ernst meint mit der Kritik des Mannes und des männlichen Bewusstseins, das Jahrtausende patriarchaler Geschichte geprägt hat – einschließlich seiner unendlich hässlichen Schöpfung des Kapitalismus –, der wird auch erkennen können, wie sehr das Wesen eines Mädchens einen Mann erschüttern kann. Eines Wesens, das der diametrale Gegensatz des Mannes ist.

Und von hier aus eröffnet sich dann auch eine immer umfassendere Ahnung, wie die einzig reale Alternative zum Kapitalismus nur aussehen kann. Der vom Schönheitswesen des Mädchens getroffene Mann erkennt sie unmittelbar ... er erkennt im Mädchen, seiner Heilerin, auf einmal alles...

Dieses Buch führt in intensive Tiefen des Erlebens hinein. Wer den Mut und die Wahrhaftigkeit hat, ihnen zu folgen, ist eine ganz andere Frage...

Leseprobe 1


Und die perfideste, heimtückischste Lüge ist, dass wir alle profitieren (würden). Denn wenn das Gewissen erst einmal eingeschläfert ist, ist sie unendlich schwer zu durchschauen.

Denn profitieren wir nicht alle? Wer will denn wieder im Mittelalter leben? So beginnen dann doch die ganzen Fangfragen der Gesättigten, der Betäubten, der Mitläufer, der Selbstzufriedenen, der selbst Gedemütigten und Verhärteten...

Profitieren wir nicht alle? Indem wir alle profitieren, von der technischen Entwicklung, von der Existenz von Kühlschränken, von Geschirrspülern, von Handys, von den neuesten Handys, von der Überfülle allein schon an Handytarifen – und dem erbarmungslosen Wettbewerb untereinander? Profitieren wir nicht alle? Davon, dass die Flatrate nicht zwanzig Euro, sondern acht Euro kostet, die Eier nicht fünfzig Cent, sondern neunzehn Cent, der Flug nach Griechenland nicht vierhundert Euro, sondern vielleicht nur vierzig?

Ja, der erbarmungslose Wettbewerb könnte uns fast dazu bringen, zu glauben, wir würden alle profitieren. Wenn wir dessen Folgen nicht am eigenen Leibe spüren würden – ob wir den Zusammenhang nun erkennen oder nicht. Denn es ist ja nicht nur, dass rund um uns die Welt zugrunde geht. In Plastik versinkt, in einer nahenden Klimakatastrophe; dass der Regenwald verschwindet; dass Kornblumen schon nahezu verschwunden sind; dass die Vögel und Insekten immer mehr verschwinden, schleichend. Sondern es ist ja auch, dass die Renten schwinden. Die wahren Löhne, die mit den Preissteigerungen gar nicht mehr mithalten können, weil jeder, der überhaupt Preise bestimmen kann, seine Schäfchen irgendwie ins Trockene zu bringen versucht. Die Minuten schwinden, die ein Arzt oder eine Schwester für uns hat, wenn wir krank, verletzt oder alt werden oder sind. Die Empathie schwindet, weil jeder immer mehr kämpfen muss, um auch nur durchzukommen.

,Natürlich’ sind wir glücklicher dran als jene Generation, die noch keinen Geschirrspüler hatte, oder gar noch keine Handys!? Liegt die Steinzeit nicht erst eine Generation zurück? Oder auch keine Billigflüge? Wie abgefahren war das denn – eine Zeit, in der man mehr als hundert Euro hinblättern musste, um von einem Ort zum anderen zu kommen? Sind wir nicht maßlos glücklich?

Ja, wir sind maßlos – aber nicht glücklich. Denn wir wissen nicht einmal mehr, wie glücklich man sein konnte, umgeben von Kornblumen. Und sogar ohne Handy! Was wir uns fast nicht mehr vorstellen können, ist eine Tatsache: Auch die Menschen ,früher’ waren glücklich! Vielleicht sogar mehr als wir heute. Sie lebten jedenfalls noch in einer Welt, wo man wusste: Es gibt solche Wunder wie den Regenwald. Es gibt eine unberührte Arktis. Es gibt Ackerrandstreifen. Man musste die leise, die zarte Beseligung, während man an ihnen entlanglief, gar nicht bewusst bemerken. Man musste nicht einmal bemerken, wie glücklich man war. Aber man war es! Und das lag nicht am fehlenden Geschirrspüler – es lag an ganz anderen Dingen.

...

Leseprobe 2


Im Mädchen kehrt sich alles um. Das Mädchen ist schwach. Aber was, wenn sich dies gerade als die eigentliche Stärke erweist, ja regelrecht als eine heilige Macht?

Wir haben noch nicht einmal gelernt, dies zu denken – schon dies schaffen wir nicht. Für den Mann jedoch ist es unmittelbare Erfahrung. Erschüttert werden kann man nur von einer Macht. Ob diese Macht ,stark’ oder ,zart’ ist, spielt keine Rolle – es ist eine Macht. Und der, der sie erfährt, ist ihr ausgeliefert. Sie bestimmt ihn – nicht umgekehrt.

Es ist also ein völliger Wahnsinn, nur glauben zu können, die Schwachheit eines Mädchens führe einzig und allein zu der Möglichkeit ihres Missbrauchs. Sie und alles, was das Mädchen noch ausmacht, kann auch dazu führen, dass sie als Macht den Mann regelrecht überwältigt. Vielleicht jetzt Missbrauch? Des Mannes, also umgekehrt? Nein, sondern Heilung...

Es gibt das Mysterium der sanften Überwältigung, die eine Heilung ist – und der Mann kann sich nur hingeben, weil er genau dies von Anfang an erkennt und spürt. Heilung... Durch eine unendliche Schönheit... Eine Schönheit, die untrennbar verbunden ist mit dem Geheimnis der Schwäche... Nichts ist so wunderschön wie ein Mädchen – nicht etwa, weil dessen Schwäche die Stärke des Mannes bestätigt, sondern weil die Schwäche des Mädchens die Krankheit des Mannes heilt...

In dieser Konstellation hat das Mädchen von Anfang an die zarte Macht – und gibt sie nie wieder aus der Hand. Sie will sie vielleicht gar nicht haben – aber der Mann schiebt sie ihr immer wieder zu, unterwirft sich ihrer anmutigen Macht immer wieder von neuem. Und diese radikalen Begriffe haben nichts Masochistisches, eher etwas zart Religiöses – wenn wir an die Verehrung denken. Aber wir lieben auch die Kirschblüten und reißen sie nicht ab. Wieso kann man so schwer begreifen, was in der männlichen Seele vorgeht, die ein Mädchen liebt...?

Ein Mädchen, das in dieser Weise von einem Mann geliebt wird, hat die vollkommene Macht – denn es wird als Heilerin erkannt, und es ist eine Heilerin.

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