Zitate - Weisheit und Liebe


Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

Afrikanisches Sprichwort


 

Wir wohnen
Wort an Wort
Sag mir
dein liebstes
Freund
meines heißt
du

Rose Ausländer



Nicht im Stich lassen,
sich nicht und andere nicht,
das ist die Mindestutopie,
ohne die es sich nicht lohnt,
Mensch zu sein.

Hilde Domin





Die Kraft verleiht Gewalt, die Liebe verleiht Macht.

Marie von Ebner-Eschenbach





Die wichtigste Stunde ist die Gegenwart,
der bedeutendste Mensch der, der dir gerade gegenübersteht,
und das wichtigste Werk ist die Liebe.

Meister Eckehart





Zufall ist das Pseudonym, das Gott verwendet,
wenn er nicht mit seinem Namen zeichnen will.

Anatole France





Wie herrlich ist es, dass niemand eine Minute zu warten braucht, um damit zu beginnen, die Welt langsam zu ändern.

Anne Frank




Die Geburt ist nicht ein augenblickliches Ereignis, sondern ein dauernder Vorgang.
Das Ziel des Lebens ist es, ganz geboren zu werden,
und seine Tragödie, dass die meisten von uns sterben, bevor sie ganz geboren sind.

Erich Fromm




Es ist mit Meinungen, die man wagt, wie mit Steinen, die man voran im Brette bewegt;
sie können geschlagen werden, aber sie haben ein Spiel eingeleitet, das gewonnen wird.

J.W. Goethe




Wenn die Hoffnungen sich verwirklichen, dass die Menschen sich mit allen ihren Kräften
mit Herz und Geist, mit Verstand und Liebe vereinigen und voneinander Kenntnis nehmen,
so wird sich ereignen, woran jetzt kein Mensch denken kann.

J.W. Goethe





Das Böse entsteht immer da, wo die Liebe nicht ausreicht.

Hermann Hesse




Ich kann nicht nein sagen, wo ich zu einem Menschen einmal ja gesagt habe,
überzeugt von dem Bleiben der Substanz, die ich einmal wahrnahm.

Karl Jaspers





Man kann das Leben nur von rückwärts verstehen, aber leben muss man es vorwärts.

Sören Kierkegaard




Es genügt nicht zu sagen: „Wir dürfen keine Kriege führen.“
Wir müssen bereit sein, den Frieden zu lieben und für ihn Opfer zu bringen.

Martin Luther King




Unsere Generation wird eines Tages nicht nur die ätzenden Worte und Taten der schlechten
Menschen zu bereuen haben, sondern auch das furchtbare Schweigen der guten.

Martin Luther King




Jede Gabe ist eine Aufgabe.

Käthe Kollwitz




Jemand hat einmal boshaft geäußert, die Welt sei ein Klümpchen Dreck, irgendwo im All schwebend; und der Mensch sei ein Tier, das Karriere gemacht habe. Das kann schon sein. Aber eine Ergänzung: Dieses Klümpchen Dreck kennt Leiden, kann lieben und weinen und voller Sehnsucht sein. Und die Karriere des Menschen ist, genau betrachtet, zweifelhaft, sehr zweifelhaft.

Janus Korczak




Vielleicht sind alle Drachen unseres Lebens Prinzessinnen, die nur darauf warten, uns einmal schön und mutig zu sehen.
Vielleicht ist alles Schreckliche im Grunde das Hilflose, das von uns Hilfe will.

Rainer Maria Rilke




Wenn du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Leute zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.

Antoine de Saint-Exupéry zugeschrieben




Zeit gewinnen, indem man ein Düsenflugzeug besteigt?
Und was gewinne ich, wenn ich mich auf eine Waldwiese lege?
Doch offenbar ebenfalls Zeit.

Wolfdietrich Schnurre





Jugend ist nicht ein Lebensabschnitt, Jugend ist ein Geisteszustand.

Albert Schweitzer




Wenn dir der Gedanke kommt, dass alles, was du über Gott gedacht hast, verkehrt ist, und dass es keinen Gott gibt, so gerate darüber nicht in Bestürzung. Es geht vielen so. Glaube aber nicht, dass dein Unglaube daher rührt, dass es keinen Gott gibt. Wenn du nicht mehr an den Gott glauben kannst, an den du früher geglaubt hast, so rührt das daher, dass an deinem Glauben etwas verkehrt war, und du musst dich besser bemühen, zu begreifen, was du Gott nennst...

Leo Tolstoi


Christian Morgenstern



Hast du noch nie empfunden: es muss anders werden! Wenn du zum Beispiel im Wald saßest und die lieben Bäume und Gräser um dich herum sahest, von denen dich doch so ein Weltabgrund der Nichterkenntnis schied! Was waren sie eigentlich, wo war ihre Seele, wo war der Punkt, in dem ihr euch brüderlich treffen konntet, nicht nur in dumpfer Liebe von deiner Seite, sondern euch gleichsam ins gottgeschwisterliche Auge schauend? Wäre es nicht unsinnig, wenn es in einer Welt, so weit und verschwenderisch angelegt, immer so bliebe, nie anders würde? Muss es nicht anders werden? Und löst diese Not und Notwendigkeit nicht etwas in dir, das sagt: Ja, es muss besser werden, und ich will Tag um Tag dem Geist und den Geistern der Dinge entgegengehen, sind sie doch gewiss auch schon längt auf dem Wege zu mir.


 



Der Mensch hat noch immer sehr wenig Sinn für Wirklichkeit. Man erwäge nur etwa den gewöhnlichen Standpunkt der Sonne gegenüber. Heißt das Wirklichkeitsempfinden, von einem solchen Phänomen ein Leben lang nicht anders berührt zu werden, wie es gemeinhin zu geschehen pflegt? Oder schauen nicht vielmehr die Menschen die Sonne noch gar nicht?


 




Schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet.
Je mehr jemand die Welt liebt, desto schöner wird er sie finden.


 



Habt das Leben bis in seine unscheinbarsten Äußerungen hinab lieb,
und ihr werdet bis in eure unscheinbarsten Bewegungen hinab unbewusst von ihm zeugen.


 


Nicht müde werden
sondern dem Wunder
leise
wie einem Vogel
die Hand hinhalten.


 




Ich meine, es müsste einmal ein sehr großer Schmerz über die Menschen kommen,
wenn sie erkennen, dass sie sich nicht geliebt haben, wie sie sich hätten lieben können.


 



Es gibt Menschen, deren einmalige Berührung mit uns
für immer den Stachel in uns zurücklässt,
ihrer Achtung und Freundschaft wert zu bleiben.


 



Überschätzt zu werden, zumal von einem Wesen, das einen liebt,
kann in manchem einen edlen Eifer entzünden,
jene geglaubte Höhe wirklich zu erreichen.


 




Wer sich selbst treu bleiben will,
kann nicht immer anderen treu bleiben.


 




Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden.


 




Sei mit dir nie zufrieden, außer etwa episodisch, so dass deine Zufriedenheit
nur dazu dient, dich zu neuer Unzufriedenheit zu stärken.


 



O Freunde, liebt mich nicht,
niemals den, der ich bin;
doch was ich werden möchte,
das, das liebt an mir!


 


Es ist hart, aber es gibt nur einen Weg, als Kämpfer für das Echte zuletzt den Erfolg an sich zu fesseln: so lange zu schweigen, Geduld zu haben, Menschen und Dinge gehen zu lassen, bis man durch die Treue gegen sich selbst und die äußeren Umstände eines Tages ein Faktor geworden ist, mit dem gerechnet werden muss. Dann endlich mag man von dem Zorn und der Liebe in sich nachgeben, wann und wo es auch sei. Dann erst hat es, sie rückhaltlos zu äußern, Sinn und Wert: für einen selbst, für den Getroffenen, für den Verteidigten, für alle.


 




Ich glaube, man kann im Leben eine ganz genaue Grenze ziehen zwischen Jugend und Alter.
Die Jugend hört auf mit dem Egoismus, das Alter beginnt mit dem Leben für andere.


 



Wer den Einzelnen als einen Wanderer betrachtet, der immer wiederkehrt, wird aufhören, ihm entgegenzuarbeiten. Er sieht sich Schulter an Schulter mit ihm gehn und erkennt die Sinnlosigkeit jeglicher Feindschaft zwischen ihm und sich. Mag der Andre noch sein Feind sein wollen, er selber empfindet ihn nicht mehr als Feind; für ihn fällt er, wenn er sich und ihn sub specie aeterni anschaut, mit ihm selber beinahe zusammen. Mag der Andre ihn noch hassen, ja verachten, er selber wird nichts begehren, als ihm zu helfen, zu nützen, zu dienen. Er weiß, wie alles zusammenhängt. Nicht fabelt er unbestimmt von Zusammenhang, sondern der Zusammenhang liegt klar vor ihm.


 



Bist du nie des Nachts durch Wald gegangen, wo du deinen eignen Fuß nicht sahst?
Doch ein Wissen überwand dein Bangen: Dich führt der Weg.
Hält dich Leid und Trübsal nie umfangen, dass du zitterst, welchem Ziel du nahst?
Doch ein Wissen übermannt dein Bangen: Dich führt dein Weg.


 

Du Weisheit meines höhern Ich,
die über mir den Fittich spreitet
und mich vom Anfang her geleitet,
wie es am besten war für mich, –
Wenn Unmut oft mich anfocht: nun –
es war der Unmut eines Knaben!
Des Mannes reife Blicke haben
die Kraft, voll Dank auf Dir zu ruhn.