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Das Mädchen ist die Wahrheit

Holger Niederhausen: Das Mädchen ist die Wahrheit. Die heilende Eros der Unschuld. Niederhausen Verlag, 2026. Paperback, 320 Seiten, 39,00 Euro. ISBN 978-3-6957-3295-1. 

► Wichtiger Hinweis: Wer meinen würde, ich schriebe nur 'Mädchen-Bücher', der irrte essenziell - diese Mädchen sind Botinnen des immer verschütteteren Wesens der menschlichen Seele überhaupt.

Erschienen am 1. April 2026.              > Bestellen: Tredition | Amazon <              > Reaktionen und Rezensionen <

Inhalt


Dieses Buch lässt tief miterleben, welches Wunder ein Mädchen mit einem reinen Herzen ist – und wie es das höhere Menschentum verwirklicht. Nach einer ausführlichen, an die Deutschen Idealisten anknüpfenden Einführung, die zugleich erschütternd den tiefen Fall und völligen Seelen-Verrat unserer Zeit aufzeigt, offenbart sich das Wesen des MÄDCHENS in über sechzig berührenden Eigenschaften und über einhundert Abbildungen. Der Epilog beschreibt die heilige Magie des Mädchens, mit der es die Seele bis in ihre Tiefen verwandelt. 

Über dieses Buch


Was ist Wahrheit? Das Phänomen der ,shifting baseline’ führt dazu, dass wir schon zu diesen Fragen völlig den Zugang verlieren. Wir können uns nicht einmal mehr in die Gedanken und Empfindungen einiger weniger Generationen vor uns versetzen – und sehr viele junge Menschen wissen nicht einmal mehr, welche Farbe die Kornblume hat...

,Wahrheit’ ist dann immer das, was man kennt – für die jüngste Generation zum Beispiel das emotionslose ,Wischen’ auf dem Smartphone, das ,Checken’ der nächsten Social-Media-Clips oder der ,eingetrudelten’ Nachrichten, die aus ein paar Emoticons bestehen. 

Das heilig-spirituelle Menschenbild, das das Christentum noch vor zwei Jahrhunderten kannte, allein schon die heilige Erkenntnisfähigkeit des Menschen, ebenso seine moralische Bestimmung – ,edel sei der Mensch, hilfreich und gut’ ... das alles liegt in Trümmern und gehört einer ,verstaubten Vergangenheit’ an. Die ,moderne’ Seele hat sich selbst völlig verraten. Sie glaubt nicht mehr an eine ,Seele’, dafür aber an Spaß und ,Fun’, an Hobbys, Netflix und die Chipstüte. 

Fichte konnte aus seinem Idealismus heraus noch eine Idee radikaler sozialer Gerechtigkeit vertreten, die das wahre Ideal des Sozialismus formulierte, bevor Frühsozialisten wie Proudhon auch nur geboren waren. Heute dagegen werden die Segnungen des Materialismus mit offenen Armen begrüßt, der Kapitalismus wird kaum hinterfragt, die Seele als etwas real Existierendes ist passé. 

Gleichzeitig wussten Idealisten wie Schiller und Novalis noch, dass das weibliche Geschlecht ungleich viel edler ist als das männliche, gleichsam das bessere Selbst der Menschheit, und Goethe formulierte im ,Faust’: ,Das Ewig-Weibliche zieht uns hinan.’ 

Doch mit der Emanzipation war auch damit Schluss. Während ein Teil der frühen Frauenrechtlerinnen noch das weibliche Eigene betonte und nicht aufgeben wollte, verkündete die Atheistin Simone de Beauvoir 1949, zur Frau werde man gemacht. Und mit jedem Jahrzehnt mehr begab sich das weibliche Geschlecht auf denselben Boden wie das männliche – und vereint marschierte man voran in den immer ,krasseren’ Selbstbezug, der heute im ,Chill-und-Selfie-Modus’ das Leben konsumiert...

Die besten Geister beiderlei Geschlechts hätten vor zwei Jahrhunderten im Zustand der heutigen Seele ein pures Grauen erkannt. Die reale Seele des Menschen ist heute das moderne Aschenputtel – verraten und verkauft... 

Wer kann dem Menschen helfen, das Heilige der Seele in seiner ganzen Tiefe wiederzufinden? Es ist das Mädchen... 

Seit Jahrhunderten wurde das Wesen des Mädchens von Dichtern besungen. Selbst die zerrissene Seele ,Fausts’ wird von einem Mädchen nicht mehr losgelassen. Novalis wusste noch, dass ein Mädchen ,eine reellere Zauberin [ist], als man glaubt’ – und auch in den Märchen sind die Mädchen immer wieder das bessere Selbst der Menschheit, die wahre Seele...

Mädchen sind ein absolutes Wunder. Wäre der Materialismus eine Wahrheit, dürften sie eigentlich gar nicht existieren. Schon ein kurzes Sammeln ihrer Wesenszüge führt einen zu einem regelrechten ,ABC’, das kein Ende nimmt: Achtsam, anmutig, anschmiegsam, aufgeschlossen, aufrichtig, authentisch, berührend, bezaubernd, blühend... 

Diese Wesenszüge eines Mädchens, das seine Seele bewahrt hat, das sie behütet, aus aufrichtigem Entschluss heraus, aus bewusster Reinherzigkeit heraus, führen mitten hinein in die Geheimnisse des wahren Menschentums schlechthin. Der zentrale Hauptteil dieses Buches ist diesen Mysterien der Seele gewidmet – in Wort und Bild. Denn neben dem innigen Eintauchen in über sechzig berührende Wesenszüge des Mädchens, eröffnen auch die begleitenden Bilder der Seele ein umso tieferes Eintauchen, weil sie jeden bloß intellektuellen Zugang völlig durchbrechen und unmittelbar in die Seele dringen, das Geheimnis des Mädchens in seiner ganzen zarten Intensität bis ins Sinnliche hinein offenbaren...

Diese zarte Intensität ist das Geheimnis des Mädchens. Schönheit und Unschuld durchdringen sich hier zu einem Mysterium, das noch die empfindungsloseste Seele wieder berühren könnte. Ein Mädchen berührt, zieht an – und verwandelt. Wenn Platon von ,Eros’ als einem männlichen Halbgott spricht, so trifft dies in keiner Weise auf das Mädchen zu. Seine Anziehung ist grenzenlos unschuldig – und man müsste schon zu dem Begriff einer ,Mädchengöttin’ kommen oder zumindest den gesamten Artikel ändern, wollte man sich der Wahrheit nähern: die zarte Eros... 

Diese zarte Eros hat mit einem Engel mehr gemeinsam als mit dem modern-abstrakten Begriff der ,Erotik’, denn ihr heiliger Schwerpunkt liegt in der Erlösung der Seele, in ihrer Verwandlung, die ganz unter dem Gesetz des Mädchens steht... Und jede einzelne Seite über die Wesenszüge des Mädchens, die immer wieder bis in die zart-intensive Sichtbarkeit treten, macht erlebbar, was es ist ... dieses Geheimnis, dieses Mysterium des MÄDCHENS. 

Wer sich auf dieses Buch einlässt, kann nicht derselbe Mensch bleiben, der er war...

Leseprobe 1


Der Materialismus, der keine höheren Fragen mehr kennt, hat die Seele radikal in die bloße Sinneswelt abstürzen lassen – und mit den modernen ,Segnungen’ der Konsumwelt, die einer wahren Sintflut gleichen, zugleich in einen ,Selfie-Modus’, der im Grunde bereits alles sagt... Die Seele ist sich selbst ein Gott geworden, sie ist der Mittelpunkt des Universums. Und versteht sich selbst rein äußerlich. ,Ich bin, wie ich bin, und ich lebe, wie ich Lust habe, und die Lust bin ich...’

Damit ist jedes Wissen davon verlorengegangen, dass die Seele selbst sich ständig Einflüssen öffnen und von diesen auch überwältigt, verführt, in eine völlige Irre geführt werden kann – oder andererseits auch an ihrer Veredelung, Läuterung und inneren Schönheit arbeiten kann. 

Die ,moderne’ Seele weiß zwar in der Regel noch von der Wahrheit, dass in ihr immer ,jener Wolf groß wird, den sie füttert’ – aber sie schert sich darum ja nicht weiter. Oder, noch genauer gesprochen, die sogenannte Veredelung der Seele interessiert sie überhaupt nicht weiter – sondern sie möchte den Genuss, das lustvolle Sich-Ausleben in und mit den Genüssen des modernen Materialismus und Kapitalismus und mit sich selbst als selbstverständlichem Gott...

Dort, wo die Seele und ihre Existenz vergessen sind, kann sich die ,Selbstvergottung’ ungehindert ausbreiten, denn es gibt kein Wissen mehr davon, dass dies ein Fall ist, ein tiefer Fall des Menschenwesens, hinein in die immer weitergehende Hässlichkeit

Und, noch einmal, dies wird nur wegen der ,shifting baseline’ überhaupt nicht bemerkt. Denn, wie gesagt, die ,moderne’ Seele empfindet sich ja sehr wohl oft als ,engagiert’, ,sozial’, hat Freunde und findet vieles, was heute auf der Welt passiert, gar nicht in Ordnung, steht also doch wohl ,auf der guten Seite’, so ihr eigenes, unmittelbares Selbstbild. 

Und von dem Standpunkt der heutigen Postmoderne aus betrachtet stimmt das auch. Viele Menschen sind sehr sozial; das Schicksal der Welt und auch das der Tiere in den Ställen, bevor sie zu den Schlachthäusern gefahren werden, ist ihnen nicht egal. Was also soll denn hier überhaupt das Problem sein? 

Das Problem ist die ,shifting baseline’. Das Problem ist, dass das Problem gar nicht sichtbar ist – die heutige Welt kann es nicht mehr sehen. Sie ist blind – weil sie es selbst in sich trägt. Es ist nichts Äußeres. Es ist in ihr. Sie ist selbst das Problem – aber sieht es nicht. 

Es geht nicht darum, dass man tausend Dinge ,nicht in Ordnung’ findet – das gehört heute praktisch schon zur ,Grundausstattung’ der modernen Seele, dass sie vieles nicht in Ordnung findet, wie auch?! Aber – gleichzeitig ist es doch nur wie ein ,Hintergrundrauschen’, der Vordergrund ist doch nach wie vor selbstverständlich der Konsummodus. Der Chill-Modus. Der Modus des Sich-Auslebens, Fun, Genuss, ,alles mitnehmen, was das Leben so bietet’. Das Leben als Supermarkt, als Wellness-Zone. 

Beim Thunfisch hat man Bedenken, bei der Chipstüte nicht. Den Unterschied zwischen Boden- und Freilandhaltung kennt man vielleicht, ist möglicherweise sogar vegan – aber das nächste Selfie erregt in der Seele keinerlei Bedenken, gehört es doch sogar zu ihrem Spaß, gerade mit Freunden. Immer schön lustig... 

Und so laufen nicht nur die Katastrophen der Welt und der eigene Spaß wunderbar nebeneinanderher – die eigene ,politische Einstellung’ ist regelrecht der perfekte Ablasshandel für ein ungehemmtes Trotzdem-Spaßhaben in einer katastrophalen Welt... 

...

Leseprobe 2


Es braucht eigentlich nur zwei Dinge: den Mut und die Demut. Dann würde man es erkennen. 

Das Mädchen ist die Wahrheit. 

Es verkörpert die Wahrheit in einem Ausmaß, von dem andere Seelen Welten entfernt sind. Es hat seine Seele zu einer Trägerin der Wahrheit gemacht, mit einer Unschuld und Bedingungslosigkeit, von der andere Seelen durch Abgründe getrennt sind, weil sie sich selbst zu einem Warenhaus eigener Lüste und eigener ,Bedeutung’ gemacht haben. Ihre Seele verrieten und stattdessen den angenehmen Selbstbezug wählten, das Selbstgefühl. 

Die Wahrheit ist aber das Gegenteil. Es ist das Heilige, was die Wahrheit ist. In christlicher Sprache: das Christuswesen selbst. ,Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben’ (Joh 14,6). Insofern ist es wahr zu sagen, das Mädchen ist heilige Trägerin und Botin der Wahrheit. Zugleich hat selbst Christus einem Mann vorgeworfen, dass er ihn ,gut’ nannte – nur ,Gott’ selbst sei gut, das höchste Gute. Dann aber wiederum sagte er: Ich und der ,Vater’ sind eins...

Das Christentum ist die Religion der Einswerdung. Ihr Zentralgeheimnis ist das der Kommunion. Und: ,Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.’ (1. Joh 4,16). Immer wieder finden wir im Evangelium das Gleichnis der Hochzeit – und dies ist nichts anderes als das Geheimnis der Einswerdung. Mit vollem Recht also kann auch das MÄDCHEN sprechen: 

,Ich und die Wahrheit sind eins... Ich und die Schönheit sind eins... Ich und das Gute sind eins...’

Das Mädchen ist die Wahrheit. Denn seine Seele ist Trägerin der Wahrheit, Trägerin von allem Schönen und Trägerin des absolut guten Willens schlechthin. 

Das Mädchen ist ein Engel. Aber ein Engel, der Mensch geworden ist, der zugleich wirklich Mensch ist, ein grenzenlos berührendes weibliches Wesen, ,das mit allen Reizen der Jugend und Schönheit geschmückt, und von einer unbeschreiblich anziehenden Durchsichtigkeit der zartesten, unschuldigsten und edelsten Seele beinah vergöttlicht wurde’, wie es bei Novalis von einem Mädchen einmal heißt.

Das Mädchen ist ein Engel, der von der göttlichen Welt gesandt wurde, um den Menschen nicht ganz rettungslos bleiben zu lassen:

Man würde glauben, es sei ein Engel unter den Menschen erschienen, sie durch Taten zu lehren, ob vielleicht Schönheit und Seele, wenn sie zusammen verwebt wären, diese Unachtsamen rühren möchten, welche zu sinnlich sind, die Seele in ihrer reinen Gestalt zu lieben. 

Und: ,Denn eben diese engelähnlichen Seelen, die wie süßduftende Blumen mitten unter Unkraut und Dornen hervorblühen, verhindern ganz allein, dass die Erde keine gänzliche Wildnis werde.’

Wir leben aber in dieser Wildnis. Sie ist unsere tägliche Gegenwart.

...