Eigene Bücher

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dornröschen war ein schönes Kind...

Holger Niederhausen: Dornröschen war ein schönes Kind... Das Mädchen als Menschheitsideal. Niederhausen Verlag, 2026. Paperback, 348 Seiten, 15,90 Euro. ISBN 978-9-4039-0830-4. 

► Wichtiger Hinweis: Wer meinen würde, ich schriebe nur 'Mädchen-Bücher', der irrte essenziell - diese Mädchen sind Botinnen des immer verschütteteren Wesens der menschlichen Seele überhaupt.

Erschienen am 1. Juli 2026.              > Bestellen: Bookmundo | Amazon <              > Reaktionen und Rezensionen <

Inhalt


Dieses Buch taucht tief ein in die Agonie unserer Zeit, die ungeheure Krankheit des ,Selbst’, welche Seele und Welt längst in heillose Abgründe geführt hat. Es taucht intensiv ein in die völlig anderen Impulse des Deutschen Idealismus und der Anthroposophie. Und es mündet in den Mysterien des Mädchens – das in seiner heilig-idealischen Gestalt fortwährend enthüllt, was das wahre Wesen der Seele ist, und das in seiner ganzen Offenbarung und seinem ganzen Wesen eine erschütternde Heilerin ist...

Über dieses Buch


Dieses Buch macht in seinem ersten Teil die ganze Katastrophe erlebbar, in der unsere Zeit längst angekommen ist – nicht nur äußerlich, sondern gerade auch innerlich. Eben diese innere Katastrophe wird nie erlebt, nie ernstgenommen, nie in ihrer Tiefe erkannt – weil die modernen Seelen sich dagegen wehren. Sie wollen nicht erkennen, denn die Erkenntnis wäre zu schmerzhaft...

Und doch muss ebendies in seinem vollen Ausmaß erkannt werden, denn sonst wird die Krankheit für immer weiterschwären und sich immer schlimmer vertiefen. 

So macht der erste Teil tief, tief erlebbar, wie das wahre Wesen der Seele längst durch etwas anderes ersetzt wurde, was nichts anderes ist als dessen Mörder – und eben jenes ,moderne’ Selbst, das sich nach vollbrachter Tat selbst auf den usurpierten Thron gesetzt hat... Und so wird existenziell deutlich, dass wir uns mitten im Märchen befinden, dass dies absolut real ist – und dass es uns mehr über uns selbst sagt, als uns je lieb gewesen sein könnte...

Der zweite Teil des Buches wendet sich dann den geistleuchtenden Impulsen des Deutschen Idealismus und der Anthroposophie zu. Tief erlebbar wird nun, was das Geheimnis des wahren Menschentums wäre, wie ungeheuer weit dies geht. Allein schon das, was Schiller, Novalis, Fichte auf je ureigene Art vertreten haben, ist heute wahrhaft unbekannt geworden und völlig verschüttet. Es ist zu einem Geheimnis geworden. 

Und dann eröffnet dieses Buch den Weg zu einem noch größeren Geheimnis – das jene Zeit noch kannte, sowohl die Deutschen Idealisten als auch die Vertreter der Romantik, und das sich in der spirituellen Substanz der Märchen, die genau damals kurz vor ihrem Verlöschen gerettet wurde, immer wieder offenbart hatte. Das MÄDCHEN und seine heiligen Mysterien...

Schritt für Schritt legt dieses Buch die Hindernisse frei – und entzieht ihnen ihre Grundlage –, die bis heute (und oft mehr denn je) verhindern, dass die umfassende und tiefe Wahrheit der Mädchen und der heiligen Gestalt des MÄDCHENS erkannt wird. Immer tiefer taucht es ein in diese Wahrheit, in die heilige Lehre des Mädchens, in sein Wesen, das so unglaublich eins ist mit dem wahren Menschentum. 

Und immer deutlicher wird, wie sehr der Kampf der Gegenmächte auf nichts so sehr gerichtet ist wie darauf, die Mysterien des Mädchens und seine ganze wahre Gestalt unsichtbar zu machen. Wer aber den Mut hat (und wieder sind wir ganz real in der Sphäre der Märchen!), all die Gedankengefängnisse zu durchstoßen, die sich wie undurchdringliche Mauern um das Mädchen gelegt haben ... der wird dem wahren Mysterium begegnen und zärtlich von ihm ergriffen werden. Er hat die heilige Sphäre der Wandlung gefunden – und sie ihn. Das Wunder der wahren Heilung hat begonnen, und die Heilerin ist ... das MÄDCHEN. 

Leseprobe 1


Der absolute Schlüssel zu jeder Veränderung und zu jeder Heilung ist, wieder leiden zu lernen. Oder überhaupt erstmals...!

Und schon hier versteht man unmittelbar, warum alles so schlimm steht – denn wer möchte schon gern leiden?! Die gesamte Bewegung der Menschheitsentwicklung scheint darauf gerichtet zu sein, Leiden zu vermeiden. Und so verhält sich auch jeder Einzelne. Aber genau dies ist immer wieder nur der Selbst-Bezug. Das ,Selbst’ möchte Leiden vermeiden, es ist so gesehen einfach nur egoistisch. Aber es unterscheidet sich von der Seele. 

Und genau diesen Unterschied müssen wir immer wieder machen. Die Seele hat einen reinen Teil – der verschüttet sein kann, wie tief auch immer. Aber wir können uns in diesen reinen Teil versetzen – oder diesen aus allem übrigen herausheben – und genau dies ist jener heilige, reine Standpunkt, von dem wir immer wieder sprachen. 

Wir müssen also unterscheiden: ,Selbst’ und Seele. Und wir müssen unterscheiden jenen Teil der Seele, der vom Selbst durchdrungen ist, von diesem Selbst-Bezug – und jenen Teil, der sich davon freihalten kann oder immer wieder neu befreien. Alles ,Selbst’ und allen Selbst-Bezug zurücklassen, um eine vollkommen andere Sphäre zu betreten. 

Wir sehen, wie ,Selbst’ und Seele nicht wirklich trennbar sind – dennoch mache ich immer wieder diese Unterscheidung, um erlebbar zu machen, worum es geht. Mit ,Selbst’ ist dann immer wieder das Phänomen des Selbst-Bezuges gemeint, der Bezug der Seele auf sich, der in der Steigerung dann in Egoismus übergeht, aber auch schon in geringerer Form einem Narzissmus entspricht, auch wenn man es normalerweise nicht so nennt, weil es einfach die Norm ist, die Regel, der Alltag. Wann würde die Menschheit schon bereit sein, zu erkennen, dass sie durchweg narzisstisch ist? 

Der Normalzustand der Seele ist also ein Narzissmus, ein Selbst-Bezug, und dann gibt es jenen anderen Zustand, der absolut rein ist, der nichts zulässt von Selbst-Bezug, und der nur dadurch und gerade dadurch in der Wahrheit leben kann. 

Und wenn ich nun immer wieder ,Selbst’ und Seele unterscheide, hat dies aber auch damit zu tun, dass gerade in diesem anderen Zustand die Seele sich ihrer selbst bewusst werden kann, ihres wahren Wesens – denn hier lebt sie in völliger Wahrhaftigkeit, hat sich zurückgezogen in einen heiligen Standpunkt ihrer selbst und kann anschauen, sogar sich selbst, ihr eigenes gewöhnliches Sein. Hier, in diesem reinen Zustand, ist sie ganz Seele. Und in dem gewöhnlichen Zustand ist es gerade das, was sie vergisst: dass sie Seele ist! 

Der gewöhnliche Selbst-Bezug, unser Grundzustand, ist eben auch jener Zustand, in dem wir in dieser Außenwelt leben und in ihr regelrecht aufgehen, auch mit unseren ganzen selbstbezogenen Wünschen, Begehrlichkeiten, Ansprüchen... Die Seele wird vollkommen vergessen – und man lebt unglaublich selbstbewusst vor sich hin, mit Handy, mit Selfies, mit Chips und mit Netflix... 

Wenn man wirklich auch den reinen Standpunkt kennengelernt hat, begreift man erst das ganze Ausmaß dessen, was hier geschieht – und damit auch das ganze Ausmaß des Unterschiedes zwischen ,Selbst’ und Seele und dessen Berechtigung. Denn selbst wenn man sagen würde, es ist alles nur Seele, so haben wir wirklich zwei vollkommen verschiedene Teile oder auch Reiche dieser Seele. Der eine Teil vergisst die Seele (oder sich selbst in seinem wahren Wesen) völlig – und der andere Teil ist ganz Seele. 

Da aber der in der Außenwelt versinkende Teil in aller Regel die absolute Oberhand hat – und man überhaupt erst lernen muss, sich von diesem zu befreien –, kann man zu sehr eindrücklichen Bildern kommen, um die Wahrheit dieses Verhältnisses auszudrücken. Es wird dann wirklich ein Gegensatz. Und dann muss man sagen: Das Selbst unterdrückt die (wahre) Seele regelrecht. Es knechtet sie, es sperrt sie ein, es verschüttet sie, es hält sie in Gefangenschaft. 

Das Selbst setzt sich an die Stelle der Seele

Das ist die Wahrheit, die man immer tiefer erkennt und erlebt, je wahrhaftiger man den reinen Standpunkt einnehmen kann – jenen Standpunkt, der sich von diesem ,Selbst’ befreien konnte. Und von dem reinen Sein der Seele aus wird die Gefangenschaft ganz klar erkannt. Die Herrschaft. Die buchstäbliche Selbst-Herrlichkeit dieses ,Selbst’... Es gefällt sich grenzenlos – und hält sich nicht nur für wichtiger als jedes andere Selbst, sondern sogar für weitaus wichtiger als die Seele! Und emotionslos kann es sie auch jederzeit unterdrücken – und genau darin besteht es gerade. 

Das Selbst besteht in der Verleugnung der Seele. 

Deshalb muss man eben doch von zwei völlig verschiedenen Dingen sprechen. Wäre das Selbst tatsächlich nur die Seele im Zustand der Selbstverleugnung des eigenen wahren Wesens, so wäre es gar nicht möglich, sich daraus andererseits (immer wieder) zu befreien. Es geht hier wirklich um zwei verschiedene Instanzen – und regelrecht um so etwas wie eine Feindschaft... Das Selbst hat kein Interesse an der Seele, es möchte sich auf den Thron setzen. Es will um jeden Preis den Selbst-Bezug. Und die reine Seele wird wirklich aktiv unterdrückt – eingesperrt, in Gefangenschaft gehalten. 

Natürlich – man kann immer sagen, die eine, einheitliche Seele entscheidet sich bewusst für dieses und jenes. Entweder wählt sie den Selbstbezug oder den Standpunkt der Wahrhaftigkeit, und dann kann sie dazwischen auch immer wieder ,switchen’. So salopp und so simpel kann man es natürlich auch sehen. 

Aber dieses Saloppe fällt völlig weg, wenn man es wirklich ernst meint und diesen anderen, reinen Standpunkt wahrhaft kennenlernt und zu betreten vermag. Denn da hören die Dinge auf, theoretisch zu bleiben! Da beginnt etwas absolut Existenzielles – und man begreift, dass die Dinge sogar noch viel ernster sind, als man es sich jemals ausmalen konnte... 

...

Leseprobe 2


Wer die Märchen nicht mehr ernst nimmt, macht den Fehler, dass er sie nicht mehr auf die ,Realität’ übertragen kann. Märchen sind gewissermaßen eine absolute Realität – und haben unmittelbar tiefsten Bezug auf die relative Realität, die wir äußere (und innere) Wirklichkeit nennen. 

Die Königin sind heute wir – ist die ,moderne’ Seele, die sich ganz real selbst auf den Thron gesetzt hat ... und die ja auch real danach ,giert’, möglichst ,schön’ zu sein, vor allem äußerlich, vor allem auch in Bezug auf Zuspruch, Anerkennung, ein Beachtetwerden, in Bezug auf ,Klicks’ auf Social Media und so weiter und so fort. Jede Seele, die ein wenig ,auf sich hält’, liebt sich heute selbst – und erwartet ebensolche Bestätigung durch das eigene Smartphone, durch Freunde etc. 

Aber Schneewittchen ist tausendmal schöner...

Warum? Weil alle äußere Schönheit nur da wahrhaft schön ist, wo sie der inneren entspricht. Äußere und innere Schönheit müssen von einer berührenden Einheit sein. Und hier spricht schon der Name: ,Schneewittchen’, weiß wie Schnee. Schneewittchen trägt den Namen, der der Wirklichkeit ihrer Seele entspricht: Reine Unschuld. Wer einmal wahrhaft eine schneebedeckte Winterlandschaft gesehen hat, weiß, was damit gemeint ist. Weiß wie Schnee...

Nicht umsonst ist bis heute das Kleid einer Braut weiß – nicht um ihre körperliche Unschuld zu betonen, sondern die Unschuld überhaupt, die Schönheit der Seele...

Aber ernst nimmt dies heute keiner mehr. Es ist jedoch tief ernst. Und es ist der Weg des Mädchens

Den Weg des Mannes haben wir bereits kennengelernt – auch in seiner edelsten Form. Die großen Geister Goethe, Schiller, Fichte, Novalis, Steiner – und ihre Beiträge für den inneren Läuterungsweg der Seele überhaupt, den sie je auf ihre individuelle Weise auch ganz persönlich vorlebten. Voller Bewusstsein, kraftvoll-glühend, mit unermüdlicher Energie, männlich-stark im allerbesten Sinne...

Und das Mädchen? Es hat nichts in der Hand als seine Unschuld... Aber dies ist wahrlich ein Kosmos! 

Nicht, dass ein Mädchen nicht auch stark sein könnte – wir brauchen nur an Jeanne d’Arc zu denken, die mit Hilfe des Erzengels Michael als einfaches Bauernmädchen an der Spitze der so ermutigten Soldaten ihres Königs der Invasion der feindlichen Engländer entgegentrat. 

Aber jetzt wollen wir nicht den Fehler machen, nur beweisen zu wollen, dass ein Mädchen (fast) ,genauso stark wie ein Junge’ sein kann – wir wollen gerade das Gegenteil zeigen: Wir wollen zeigen, dass ein Mädchen in der anderen Richtung grenzenlos viel mehr besitzt als jeder andere Mensch... 

Nicht wollen wir wieder auf den männlichen Maßstab hereinfallen (,auch ein Mädchen kann alles’) – sondern wir wollen etwas zeigen und erlebbar machen, was nie erlebt wird. Wir wollen zeigen, dass gerade das Mädchen der Maßstab ist... Gerade das, was Novalis und durchaus auch Schiller noch erkannt haben. Und irgendwo sogar Goethe – auch wenn er es immer wieder abwies. 

...