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"Wenn ihr nicht werdet wie die Mädchen..."
Holger Niederhausen: "Wenn ihr nicht werdet wie die Mädchen..." Die Wahrheit sehen lernen, oder: Vom Kuss des Engels. Books on Demand, 2026. Paperback, 140 Seiten, 12,90 Euro. ISBN 978-3-6951-4245-3.
► Wichtiger Hinweis: Wer meinen würde, ich schriebe nur 'Mädchen-Bücher', der irrte essenziell - diese Mädchen sind Botinnen des immer verschütteteren Wesens der menschlichen Seele überhaupt.
Erschienen am 1. Januar 2026. > Bestellen: Books on Demand | Amazon < > Reaktionen und Rezensionen <
Inhalt
Die Welt steht mit jedem Jahr mehr an Abgründen. Die Ursache aller stetig zunehmenden Katastrophen aber – die Ur-Katastrophe – ist der Verrat der Seele, an deren Existenz die Menschheit längst nicht mehr glaubt. Und mit ihr hat sie auch das Mädchen verraten... Doch das Wesen des Mädchens wäre gerade die Rettung. In diesem Buch lehrt das lebendige Urbild des Mädchens die Seele, wieder zu sehen. Das Wunder des Mädchens in seiner Wahrheit zu erblicken.
Über dieses Buch
Dieses Buch verfolgt in der Einleitung zunächst das Phänomen, dass viele Menschen zwar eine Sehnsucht nach dem Guten haben, dieser dann aber doch nur sehr begrenzt Raum in ihrer Seele geben – selbst jene, die beanspruchen, einen inneren Entwicklungsweg zu gehen.
Anhand von Schillers Wort ,Suchst du das Höchste, das Größte? Die Pflanze kann es dich lehren...’ und anhand des Christus-Wortes ,Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder...’ wird auf die Tatsache geführt, dass nicht die Pflanze und nicht ,Kinder’, sondern das reinherzige Mädchen die größte und berührendste Lehrerin der Seele wäre...
Im Hauptteil spricht dann das Urbild des Mädchens selbst... Und es offenbart Seite für Seite des berührenden wahren Wesens der Mädchen. Ebenso tief offenbar wird, wie sehr dieses Wesen der Mädchen heute verkannt wird – und verraten, wie auch die Seele insgesamt, deren Existenz längst offen geleugnet wird. Immer deutlicher wird, dass das Wesen des Mädchens die einzige Rettung wäre – in einer Welt, in der selbst für kranke Menschen aus Profitgründen die Minuten gezählt sind, die jemand für sie ,Zeit’ hat.
Und dann wird noch etwas deutlich: Das wahre Wesen des Mädchens, das ganz in der Schönheit lebt, in einer heiligen Einheit von innen und außen, es ist sehr wohl in der Lage, die männliche Seele bis ins Innerste zu verändern... Dafür muss man es nur sehen lernen – und es darf nicht aussterben. Dem Sehenlernen ist dann ein ganzer eigener Abschnitt mit über zwanzig berührenden Bildern gewidmet. Zugleich wird in diesem tief erlebbar, wie sehr das wahre Wesen der Mädchen heute unterdrückt wird.
Das Patriarchat scheint überwunden, aber die Unterdrückung hat nur ihr Vorzeichen geändert. Was früher erzwungen, worauf ein Mädchen früher festgelegt werden sollte, das ist heute nicht einmal mehr erlaubt. Die unsichtbaren Gegenmächte haben es geschafft, das Zentrum des Mädchenwesens nahezu völlig zu vernichten. Und die gesamte Welt ist hier Mittäter...
Ein Buch, das bis in existenzielle Tiefen eine Wahrheit erlebbar macht, die einer gigantischen Verdrängung ausgesetzt ist, weil sie die gewöhnliche Seele mit ihrem Wesen konfrontiert – mit ihren Taten und ihren Versäumnissen ... und einem aussterbenden Wunder, ohne dass aber auch jede andere Rettung aussichtslos ist.
Leseprobe 1
Eine Feministin schrieb Anfang der achtziger Jahre einen Essay, der sehr bekannt wurde: ,Werfen wie ein Mädchen’.
Darin beschreibt sie die Beobachtung, dass Mädchen nicht wie Jungen werfen, sondern, wie sie sagte, gehemmt. Nicht mit Einsatz ihres ganzen Körpers. Genauso würden Mädchen auch anderes tun, laufen, sich generell bewegen.
Sie setzte dies mit der Aussage von Simone de Beauvoir in Beziehung: zur Frau wird man gemacht. Sie zog Querverbindungen zur generellen Unterdrückung von Mädchen und Frauen, die nie ermutigt würden, sich frei und unabhängig in ihrem Körper zu bewegen, sich schmutzig zu machen, sich körperlich zu beweisen...
Stattdessen würden Mädchen die Angst lernen. Sich und ihrem Körper nichts zutrauen, sich stets schützen, ihren Körper bedroht empfinden, zerbrechlich...
Dieser Essay trifft sicherlich auch eine verbreitete Wahrheit. Aber genauso ist er zutiefst einseitig – und verfehlt das wahre Geheimnis der Mädchen auf diese Weise vollkommen.
Was ist denn sein Grundirrtum? Es ist die Annahme, dass das Körperliche das Wesentliche sei. Auf dieser Annahme baut inzwischen die gesamte Kultur. Seelenlos lebt sie sich ganz im Äußerlichen aus. Und so wird die heilige Gabe der Mädchen völlig übersehen – dass der Junge vielleicht im Körperlichen leben mag, das Mädchen aber in der Seele.
Wieso begannen damals sogar Feministinnen, das Mädchen zu verraten? Wieso zerrten sie es gewaltsam auf einen Boden, wo das Männliche der Maßstab war? Wieso sollten Mädchen überhaupt ,werfen wie ein Junge’? Welchen Sinn hätte dies?
Nur damit sie sagen könnten: Jetzt sind wir emanzipiert? Jetzt werfen wir auch wie ein Junge? Wie tief kann man sich irren?!
Wann wurde Körperkraft und Körpereinsatz zum Maßstab? Wann wurden Mädchen gezwungen, sich daran anzupassen – wenn sie als ,nicht unterdrückt’ gelten wollten? Welche Verfälschung aller Begriffe hielt hier Einzug? Wie konnte man so über das Wesen der Mädchen hinweggehen? Und noch glauben, man tat ihnen etwas Gutes?
Vielleicht traut sich ein Mädchen nicht zu, einen Ball so weit zu werfen wie ein Junge. Vielleicht möchte es das aber auch gar nicht. Warum sollte es überhaupt?
Ein Mädchen weiß instinktiv, dass körperliche Höchstleistung gar nicht sein Gebiet ist. Natürlich können Mädchen sich anstrengen – aber all dies, der gesamte Körpersport, war eine Erfindung von Männern, ist eine Domäne von Jungen, mit all ihren Rangeleien, ihrem Trieb, sich beweisen zu müssen, ihrem Trieb nach außen.
Wie konnte eine Feministin so weit gehen, zu sagen, Mädchen würden nur deshalb anders werfen, weil sie unterdrückt würden? Wie sehr hat sie sich damit selbst an männliche Maßstäbe angepasst?
Warum sieht sie die viel tiefere Wahrheit nicht? Weil auch sie bereits viel zu rational geworden ist – und damit das Wesen der Mädchen längst verlassen hat.
Denn es ist einfach die Wahrheit: Ein Mädchen möchte gar nicht so werfen wie ein Junge.
Der Junge ist von dem Ball ja völlig getrennt – wie auch von der übrigen Umwelt. Er möchte den Ball so weit werfen wie möglich, und das ist alles. Wenn er könnte, würde er damit sogar noch einen entfernten Dosenturm umwerfen wollen.
Dem Mädchen aber ist schon der Ball nicht egal...
Ein Mädchen möchte nicht nur weit werfen, es möchte auch schön werfen – und, selbst wenn es sich dessen gar nicht mehr bewusst ist, es möchte auch liebevoll werfen. Liebevoll gegenüber dem Ball, ja sogar gegenüber dem Ort, wo er auftreffen wird. All dies spielt zart untergründig mit, wenn ein Mädchen wirft – und nur ein Mädchen.
...
Leseprobe 2
Es mag ja sein, dass die ,coolen Mädchen’ sagen – sollen doch mal die Männer anfangen, sich zu ändern...
Aber – wie sollen die Männer das denn machen ... wenn jene Mädchen am Aussterben sind, durch die sie sich ändern könnten?
Nun kann man natürlich fragen, warum sich die Männer früher nicht geändert haben, wo solche Mädchen noch zahlreicher waren, nach Ansicht der Feministinnen ja zu bestimmten Zeiten regelrecht ,herangezüchtet’ worden sind?
Das ist sehr wohl ein weiterer Verdienst des Feminismus – neben der weitgehenden Befreiung der Mädchen und Frauen, sein zu können, wer sie wollen. Früher waren die Männer überzeugt, sich nicht ändern zu müssen – und Frauen und Mädchen alle möglichen Vorschriften machen zu dürfen.
Unter solchen Bedingungen konnten Männer sich natürlich nicht ändern, zu sehr verfallen waren sie ihrer angenehmen Rolle als Herrscher – und nur die wenigsten, die auch damals schon gegen den Strom schwammen, haben sich von einer Frau oder gar einem Mädchen verändern lassen. Etwa die Minnesänger...
Sie sind bis heute die großen Vorbilder derjenigen wahrhaftigen Männer, die das Edlere, viel Edlere, im weiblichen Geschlecht erkennen, da, wo es wirklich vorhanden ist ... und die sich auf den Weg der inneren Verwandlung machen, geheiligt durch eine Frau oder ein Mädchen...
Aber auch diese Frauen und Mädchen waren nicht emanzipiert – und trotzdem konnten sie jene Männer bis ins Innerste verändern. Nein: gerade dadurch.
Die ewige Wahrheit bleibt also: Die Männer müssen sich ändern. Und die Befreiung der Frau war nicht genug. In Wirklichkeit sind die Frauen den Männern nur gefolgt. Jetzt sind alle vom Urbild entfernt, Mann und Frau gleichermaßen...
Möglicherweise ist es auch dem Mann in fernerer Zukunft bestimmt, fast so sanft wie Schneewittchen zu werden. Nur – wie soll er je dorthin kommen, wenn selbst die Mädchen und Frauen dies längst verweigern? Ist man überhaupt noch daran interessiert, ein heiliges Menschheitsziel zu erreichen – oder auch nur: die Welt zu retten?
Die Tatsache bleibt: Die Männer werden es von sich aus nicht schaffen – und wenn die Frauen auch nicht mehr bereit sind, so ist die Welt verloren.
In tiefer Existenzialität werden sich nur jene Männer verändern, die sich in ein Mädchen verlieben, das noch den ,Kuss des Engels’ spüren lässt, die heilige Berührung einer höheren Sphäre.
Sie werden dann auch die Künder dessen sein, was sich alles verändern muss, wenn diese Welt gerettet werden soll – denn sie werden es erlebt haben. Eingeweiht durch ein Mädchen...
Aber man muss es begreifen, wenn sie sprechen. Man muss begreifen, dass selbst ohne die bösen Schurken und die Superreichen jedes ,Weiter so’ nur in die Abgründe führen kann.
Man muss sie begreifen, wenn sie von dem zeugen, von dem jeder zeugen kann, der sich einmal aufrichtig in ein wirkliches Mädchen verliebt hat:
,Wenn ihr nicht werdet wie die Mädchen...’
Mit diesen Worten erkennen sie ja auch ihr eigenes Mannsein als einen regelrechten Irrtum – und so ist es nun einmal. Der Mann, wie er heute noch immer ist, Stütze jener Systeme, die die Welt in die Abgründe führen, ist ein Irrtum. Und alle, die ihm folgen, und sei es, dass sie es ,Emanzipation’ nennen, sind auch im Irrtum.
Während Schneewittchen ... kein Irrtum ist – sondern dem Urbild nahe ... wie die Menschheit einst werden soll. Auch der Mann wird ihr nah sein, wenn er sein Urbild erreicht.
Kein Mädchen will zurück zu Schneewittchen. Aber die Wahrheit ist: Selbst die Männer werden in ihre Nähe kommen müssen...
Aber wer wird da sein, ihnen zu helfen?
Nur das Wesen mit dem allergrößten Mut von allen.
Das Mädchen.
Das unschuldige.
Sie wird da sein. Immer. Solange sie nicht ausgestorben ist.
Und das ist nicht das Ende eines Märchens, es ist das Zentrum einer Tragik. Es ist das Hier und Jetzt.
...