Zitate und Kommentare zum poltischen Geschehen

Hier finden Sie (regelmäßig aktualisiert) meine Zitate und Kommentare zum politischen Geschehen. Ich veröffentliche diese primär auf Facebook, möchte aber auch die Leser dieser Webseite daran Anteil nehmen lassen.

 

 


24.06.12 17:10 – Der Fiskalpakt: Selbstmord Europas


Erst haben die EU-Staaten sich völlig überschuldet, um die Banken zu retten – nun werden sie von Banken und anderen Spekulanten wegen der „hohen Staatsverschuldung“ in die Krise spekuliert und zwingen sich selbst zu harten Sparmaßnahmen, diesmal natürlich zu Lasten der „unteren 90 Prozent“.

Das ist, wie wenn ein unglaublich reicher Raubmörder bei einem seiner vielen Raubzüge endlich einmal gestürzt wäre; die Gemeinschaft jedoch hilft ihm unter Aufbietung all ihres eigenen Vermögens! Der Raubmörder aber fährt fort, sein finsteres Werk zu vollziehen und die Gemeinschaft zu berauben! Und diese beginnt nun freiwillig, sich alles zu versagen und sich mit Gewalt ins Elend zu sparen (wobei die am stärksten beraubten Mitglieder der Gemeinschaft sogar am härtesten bestraft werden), anstatt das Drama zu durchschauen und zu beenden...!

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22.06.12 20:33 – 1,6 Billionen Euro


2008 bis 2010 haben die EU-Staaten über 1.600 Milliarden Euro für die Rettung von Banken ausgegeben - 13% ihrer gesamten Wirtschaftsleistung!

Und nun soll der völkerrechtswidrige Fiskalpakt die Staaten unwiderruflich, unkündbar und für immer zwingen, sich totzu“sparen“ - die Verarmung wird immer weiter um sich greifen.

Mehr dazu:

... Zu den 1.600 Milliarden Euro: http://bit.ly/MHrVKH

ESM und Fiskalvertrag: Merkel und Schäuble unterschreiben grundgesetzwidrige Verträge (Rede von Gregor Gysi vom 29.3.2012). http://bit.ly/LMObZx

Was ist angesichts der hohen Staatsschulden am Fiskalpakt so falsch? (NachDenkSeiten, 11.4.2012). http://bit.ly/MAsTwd

Einigung auf Fiskalpakt – ein politisches Schmierentheater. (NachDenkSeiten, 22.6.2012). bit.ly/LMOtzp


21.06.12 18:02 – Der neoliberale SPIEGEL


Der längst neoliberale SPIEGEL will alle Zweifel am Fiskalpakt schon im Ansatz vernichten:

„Doch das geplante starke Signal aus Berlin an die verunsicherten Finanzmärkte und die Euro-Partner droht nun zu verpuffen. Dem Verfassungsgericht sind unter anderem von der Linkspartei Klagen und Verfassungsbeschwerden angekündigt worden.“ http://bit.ly/MkXg7u


Dabei spricht selbst SPD-Chef Gabriel von der „Erpressung durch die Finanzmärkte“ - allerdings absolut scheinheilig, denn die SPD hat alledem den Boden bereitet und diese Erpressung könnte von heute auf morgen beendet werden, wenn man es denn wirklich wollte (umfassend dazu das zweibändige Werk „Zeit der Entscheidung“ http://bit.ly/JRPp0v).


21.06.12 17:46 – Merkel als Terminator Europas


Merkel als Terminator Europas - der „New Statesman“ hat recht.  http://bit.ly/NYQXfr

„Merkel zeigt, dass auch Pragmatiker Fundamentalisten sein können [...]. Merkel, so viel ist sicher, ist keine konservative Kanzlerin. Sie ist eine Radikale.“
(Jakob Augstein, Spiegel online, 9.2.2012). http://bit.ly/LDVIGG


Leider referiert der SPIEGEL den englischen Artikel nur distanziert und unbeteiligt (http://bit.ly/NUojen). Die Warnungen werden noch immer in den Wind geschlagen...


20.06.12 19:51 – Geld muss rosten!


„Geld muss rosten!“ - ZEIT-Redakteur Wolfgang Uchatius erinnert im Gespräch mit Werner Onken an den 150. Geburtstag von Silvio Gesell. http://bit.ly/KTYWF7

Sein Zeitgenosse Rudolf Steiner wies auf ähnliche Notwendigkeiten hin - nur viel umfassender. Wie weit muss die Krise noch zur Katastrophe anwachsen, bevor man diese Ideen nicht nur als „interessant“ wahrnimmt, sondern erkennt, dass eine Gesellschaft dauerhaft (und erst recht: in Frieden!) gar nicht anders existieren kann?


18.06.12 23:30 – Die große Krise wird kommen


Die große Krise wird kommen - und radikale Alternativen zum jetzigen Geld- und Wirtschaftssystem sind eine schreiende Notwendigkeit...

„In drei Jahren könnte uns der Euro um die Ohren fliegen“ (Handelsblatt, 18.6.2012) http://bit.ly/Kgkw58

Kurz vor dem Kollaps (Spiegel online, 13.6.2012). http://bit.ly/Kwf171

Euro-Kollaps: Ich war dabei (Telepolis, 29.11.2011). http://bit.ly/MoDh6b

http://willkommen-in-der-realitaet.blogspot.de/


16.06.12 23:21 – Jean Ziegler: Empört euch!


Vor einem Jahr sollte Jean Ziegler die Eröffnungsrede der Salzburger Festspiele halten - bis er wieder ausgeladen wurde:

„Als die Hauptsponsoren Nestlé, UBS und Credit Suisse hörten, dass ihre Großkunden 30 Minuten lang mir zuhören müssten, ohne aus dem Saal rennen zu können, war das für die eine Horrorvorstellung. Die haben dann so lange Druck ausgeübt, bis mich die Landeshauptfrau wieder ausgeladen hat.“
(Süddeutsche.de, 24.7.2011). http://bit.ly/MMnRuQ


Siehe auch seine nicht gehaltene Rede: http://bit.ly/L4eGKe


16.06.12 19:55 – Der Ausweg: Plan B


„Stellen Sie sich einmal vor, es gäbe eine Vermögenssteuer [...] und zwar so, dass jemand, der zwei Millionen Euro hat, mehr Einnahmen aus dieser Steuer bekommt, als jemand, der nur eine Million Euro hat. Auf der anderen Seite müssen all diejenigen, die kein Vermögen haben, jedes Jahr 10.000 Euro Vermögenssteuer bezahlen. [...] Genau solch einem Mechanismus unterliegen wir schon lange, nur nennen wir ihn nicht Vermögenssteuer, sondern Geldsystem.“
www.wissensmanufaktur.net/plan-b


16.06.12 19:13 – Europa per Notverordnung


„Vorerst entsteht das neue Europa in den Telefonkonferenzen eines exklusiven Vierer-Klubs.“
(Günther Lachmann: WELT, 14.6.2012). http://bit.ly/Mgt6R9


15.06.12 21:06 – Lust auf neues Geld?


Samstag Vormittag, der 9. Juni 2012, Arena Leipzig: Ein voll besetzter Saal mit über 1.500 Menschen. Beeindruckende Akrobaten wirbeln durch die Luft, werfen einander Schaumstoffwürfel zu, die Milliarden-Schulden symbolisieren und, begleitet von zwei Trommlern und einer dramatischen Musik, immer schneller zu einer ungeheuren Pyramide aufgestapelt werden. Am Ende stürzt alles zusammen.

Später wird Michael Efler (Mehr Demokratie) in seinem Beitrag kommentieren: „Ich habe jahrzehntelange Erfahrung mit politischen Aktionen, aber so viele Menschen zusammenzubekommen – das ist sehr schwer!“

Wem ist dies gelungen? Einem kleinen Team von wenigen Menschen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, den Wahnsinn unseres Geldsystems und eine wirkliche Alternative dazu bekannt zu machen. Sie gründeten die gemeinnützige GmbH „Neues Geld“ und steckten eineinhalb Jahre ehrenamtliche Arbeit in das Projekt. Sie stießen auf große Hindernisse, erhielten teilweise Morddrohungen, ließen sich aber nicht beirren. Und der vielfache Applaus an diesem Tag bestätigt: Die Mühe hat sich gelohnt – und dies ist erst der Anfang.

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06.06.12 22:52 – Wunderbare Besprechung meines Romans


„Wenn wir davon ausgehen, dass auf dem Grunde jeder Seele Ideale leben [...], dann ist es Holger Niederhausen gelungen, ein Buch zu schreiben, von dem man wünschen würde, dass es jeder Mensch liest.
Dieses wunderbare Buch wäre für jeden jüngeren Menschen, der jemals von Rudolf Steiner gehört hat, ein Geschenk für das ganze Leben. Aber auch für uns Erwachsene. Ich habe es in einem Zuge durchgelesen.“
(Bert Verschoor über meinen Roman „Die Wende“).
www.erziehungskunst.de/artikel/jugendbuch/ein-geschenk-fuer-das-ganze-leben/


06.06.12 10:08 – Spanien und die Brandstifter


„Es gibt somit keine rationale (ökonomisch fundierte) Erklärung dafür, warum ausgerechnet Spanien kein großes Vertrauen an den Finanzmärkten genießt. Das Land am Ebro steht in allen Disziplinen besser da als Großbritannien und muss dennoch – anders als Großbritannien – für seine Staatsanleihen einen signifikant höheren Risikoaufschlag bedienen. [...]
Spanien steht am Rande des Abgrunds und Europa schaut nicht nur tatenlos zu, sondern arbeitet aktiv daran, das Land endgültig in den Abgrund zu stürzen. [...] Nicht nur Spanien, sondern auch das europäische Haus brennt lichterloh und Angela Merkel ist die Brandstifterin.“
(Jens Berger: Spanien und die Brandstifter. NachDenkSeiten, 5.6.2012) www.nachdenkseiten.de/?p=13435


05.06.12 2:33 – Nach dem Parteitag der LINKEN


Die LINKE hatte ihren Parteitag – und zwei neue Vorsitzende. Was dies für die Zukunft der Partei bedeuten wird, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Entscheidend aber wird eine noch ganz andere Frage sein.

Es geht um den großen Widerspruch zwischen dem zukunftsweisenden Programm (das eine wahrhaft demokratische und soziale Gesellschaft zum Ziel hat) und den inneren Streitigkeiten. Diese machen es – abgesehen von der ohnehin sehr tendenziösen medialen Berichterstattung – vollends unmöglich, dass ihr politisches Programm irgendeine Aufmerksamkeit erhält...

Wenn man eine brüderliche Welt erstrebt, dann ist es etwas Unmögliches, diejenigen Menschen, die dasselbe Ziel haben, zu bekämpfen und wie Feinde zu behandeln – und es ist eigentlich schon unmöglich, den Feind als Feind zu behandeln... Man kann mit dem Impuls einer brüderlichen Gesellschaft nicht ernst machen, wenn man die Brüderlichkeit in sich selbst nicht real macht. Wenn dies nicht als eine Realität erlebt wird, bleibt jedes linke, aufklärerische „Projekt“ völlig abstrakt und ist damit zum Scheitern verurteilt – weil dann dieselben Entwicklungen mit der Notwendigkeit eines Naturgesetzes immer und immer wieder eintreten werden.

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31.05.12 00:15 – Wallraff: Drei bis fünf Euro pro Stunde


Und im Kontrast zum vorherigen Post eine SPIEGEL-Meldung von heute: Wallraff berichtet von 14-Stunden-Tagen und Dumping-Löhnen von drei bis fünf Euro pro Stunde bei GLS. http://bit.ly/LH5gy0

Ich selbst habe in meinem Buch „Zeit der Entscheidung“ die unglaublichen Zustände beim Hermes-Versand erwähnt, siehe den SPIEGEL-Artikel „Die Paketboten und der Milliardär“. http://bit.ly/KJaBXG


30.05.12 23:45 – Revolutionäre Ansätze in der Arbeitswelt


Arbeiten in gemeinsamer Verantwortung: Warum wird eigentlich nirgendwo über revolutionäre Ansätze in der Arbeitswelt berichtet?

Firma Semco, Sao Paulo, Brasilien:

* Die Befreiung der Arbeit: Das 7-Tage-Wochenende (SEIN, April 2010). http://bit.ly/M8JUjy 
* Behandle Deine Mitarbeiter wie Erwachsene (Blog von Christian Rüther, 1.3.2011). http://bit.ly/LGTBzT 
* „Schafft unsere Chefs ab - es geht ohne“ (Blick.ch, 9.5.2012). http://bit.ly/JADh7v

Firma CPP, Offenbach, Deutschland:

* Erfolg ohne Chef: Wie Arbeit aussieht, die sich Mitarbeiter wünschen (Gernot Pflüger, Econ Verlag, 2009). amzn.to/KJa9t2 
* Gleicher Lohn für alle (FAZ, 5.8.2008). http://bit.ly/Ky5VG2 
* Wo Chef ein Schimpfwort ist (Badische Zeitung, 4.3.2009). http://bit.ly/KdqoBz


30.05.12 22:56 – Das Moralische als absolute Wirklichkeit


Die entscheidende Frage für das Überleben und die Geburt des Menschlichen.

Manchmal wird es ganz besonders deutlich, dass wir in einer Welt leben, deren Gestaltung dem Menschen unglaublich feindlich ist. Ein besonders eindrückliches und erschreckendes Beispiel geben viele Verlautbarungen der EU-Kommission, in denen etwas wirklich Furchtbares zu Tage tritt (ausführlich dazu: Der Amoklauf der EU-Kommission).

Jeder Mensch sollte wirklich versuchen, immer aufmerksamer auf das zu werden, was er an bestimmten Worten erlebt. Es ist von außerordentlicher Bedeutung, wie etwas gesagt wird – fast immer spricht sich daran unendlich viel mehr aus als in dem, was gesagt wird. Und man sollte lernen, auf das, was man innerlich an den einen oder den anderen Worten erlebt, auch zu vertrauen. Das heißt nicht, dass man hier sofort eine Objektivität erreichen würde, aber letztlich führt die unbefangene Vertiefung in dieses Erleben der Qualitäten ebenso zu einer immer größeren Objektivität wie die Beschäftigung mit Inhalten und „Fakten“.

Meist wird das „Moralische“ nur im alten Sinne verstanden: als äußere Normen, die einem das Handeln vorschreiben sollen. Das heutige Bewusstsein wehrt sich dagegen zu Recht. Denn es kommt darauf an, dass heute jeder Mensch das Moralische ganz in sich selbst findet. Aber – und hier beginnt die Schwierigkeit – darauf kommt es auch wirklich an! Dass äußere Normen heute in höherem Sinne völlig ihre Gültigkeit verloren haben, bedeutet nicht, dass das Moralische nicht existieren würde – sondern nur, dass äußere Normen das wahrhaft Moralische, die reale Sphäre der Moralität, überhaupt nicht mehr erfassen können, sondern diese Sphäre und ihre Wirklichkeit nur unmittelbar erlebt werden können.

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30.05.12 22:53 – Der Amoklauf der EU-Kommission


Anmerkungen zur Perversion menschlicher Ziele und Zwecke.

Eine Reuters-Meldung von heute trägt den Titel: „EU-Kommission mahnt weitere Reformen in Deutschland an“. Wenn wir die Meldung lesen, bekommen wir ein gründliches Gespür dafür, welche Impulse in der heutigen Welt wirken und den Lauf der Ereignisse prägen.

Für die EU-Kommission und damit auch für die EU-Mitgliedsstaaten ist das Wirtschaftswachstum bekanntlich ein höchstes Ziel – um nicht zu sagen ein aggressiver Selbstzweck. Dadurch ist es möglich, dass selbst das mit Abstand wirtschaftsstärkste Land der EU – Deutschland – ebenfalls immer weiter vorangepeitscht wird, um seine Wirtschaftskraft zu stärken.

Warum „leidet“ denn der „Arbeitsmarkt“ unter dem Rückgang der Erwerbsbevölkerung? Leiden die Menschen nicht vielmehr darunter, dass sie ihre Arbeitskraft zu Markte tragen müssen – und es darüber hinaus einen unglaublichen Rückgang an Erwerbsarbeit gibt!? Hat irgendein Kommissions-Beamter (!) schon einmal die Erfahrung gemacht, dass auf jeden besseren Arbeitsplatz einhundert und mehr Bewerber kommen?

Es müsste jedem Menschen auffallen, dass in dem „Arbeitspapier der Kommission“ der Mensch überhaupt nicht vorkommt! Es wird nicht einmal das Wort Mensch genannt – stattdessen ist die Rede von Arbeitsmarkt, Erwerbsbevölkerung, Beschäftigungsreserven, Ehegatten etc.! Es ist eine zutiefst technokratische Sprache, die den Menschen im Grunde sogar als Hindernis für das Wirtschaftswachstum sieht. Der Mensch muss ja zur Arbeitsaufnahme gebracht werden, Reserven müssen mobilisiert werden, Mütter oder Väter dürfen ihre Kinder nicht betreuen, Ehegatten dürfen nicht gemeinsam versichert sein, alte Menschen müssen unbedingt länger arbeiten...

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27.05.12 20:15 – Pfingsten - das Fest der Brüderlichkeit


Pfingsten – das Zukunftsfest der Brüderlichkeit
Geistsuchende Betrachtungen in einer Zeit, in der „soziale“ und „christliche“ Parteien ihrem Namen tiefste Schande machen und linke Parteien unbrüderlich streiten.

Inhalt: Das Gestrüpp der Vorstellungen | Was heißt „geistiges Wesen“? | Zwischen Illusion und Wirklichkeit | Eine Klarstellung | Individualität und Brüderlichkeit | Ferne Zukunft und heutige Anfänge | Vom Wesen der Brüderlichkeit | Das Pfingst-Mysterium der Liebe

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26.05.12 21:35 – Von der Finanz- zur Schuldenkrise


Und noch ein sehr guter Artikel gegen den Mainstream und zur zentralen Schuld Merkels:

> „Es war das deutsche Zögern, das die Griechenlandkrise verstärkte und zu der Ansteckung führte, die sie in eine Existenzkrise für Europa verwandelte“, urteilt der berühmte und gefürchtete Hedgefondsmanager George Soros. [...]
Rückblickend ist es wohl der größte PR-Coup aller Zeiten, dass es den Bankenvertretern gelungen ist, die Bankenkrise in eine Staatsschuldenkrise umzuetikettieren. [...] Es wirkte, als hätte die Finanzbranche ein neues Geschäftsmodell entwickelt: erst einen zum Wackelkandidaten küren, Panik erzeugen, dann die Zinsen erhöhen, abkassieren. <
(Wilfried Herz: Wie aus der Finanz- eine Schuldenkrise gemacht wurde, Cicero, 12.5.2012). bit.ly/JtElu5


Auch die Details dieses Artikels werden in meinem Buch über die Finanzkrise viel umfassender behandelt: „Zeit der Entscheidung“, Band I.


26.05.12 21:25 – Ackermanns dunkles Erbe


„Wenn Ackermann Ende Mai seinen Posten abgibt, hinterlässt er auch ein juristisches Schlachtfeld: In Dutzenden von Prozessen sind die Bank und ihre Manager in den USA und Europa schwersten Vorwürfen ausgesetzt, sie müssen Entschädigungs- oder Vergleichszahlungen in Milliardenhöhe fürchten. Vier volle Seiten füllt die Aufzählung der Prozessrisiken im jüngsten Geschäftsbericht.“
(Harald Schumann: Das dunkle Erbe des Josef Ackermann, Tagesspiegel.de, 22.5.2012) bit.ly/JM3zyA


Siehe auch die Reportage „Verzockt - und verklagt: Die guten Geschäfte der Deutschen Bank“ (ARD, 12.5.2012). bit.ly/Kt8OGs

In meinem Buch „Zeit der Entscheidung“ habe ich auch die Machenschaften der Deutschen Bank und ihre zentrale Rolle in der Finanzkrise umfassend dokumentiert.


26.05.12 20:31 – Die wahren Schuldigen


Wenigstens ein Artikel im Handelsblatt (!) zeigt noch einmal deutlich, wer die Haupt-Schuldigen der Euro-Krise und jetzt der griechischen Tragödie sind: Der Banken- und Finanzsektor selbst, die dogmatisierten Wirtschaftswissenschaften und die blind-gläubigen Politiker, die die Deregulierung vorangetrieben haben. bit.ly/JtB0em&nbsp;

Umfassend dazu: Zeit der Entscheidung, Band I. bit.ly/JRPp0v


26.05.12 18:56 – Memorandum für eine neue Wirtschaftswissenschaft


In einem Memorandum „Für eine Erneuerung der Ökonomie“ haben sich über 100 Professoren am 13. März 2012 in deutlichen Worten für eine völlige Erneuerung der Wirtschaftswissenschaften ausgesprochen. bit.ly/LEeYVk

Die Unterzeichner – darunter so bekannte Namen wie Altvater, Binswanger, Butterwege oder Hickel – weisen auf folgende erschreckende, immer wieder verleugnete Tatsachen hin:

* Ökonomen haben einer neoliberalen Politik zugearbeitet, die zu einer wachsenden Einkommens- und Vermögenskluft geführt hat.

* Selbst viele Personalverantwortliche von Unternehmen lehnen die vom heutigen Wirtschaftsstudium geförderte Ökonomisierung des Denkens ab.

* Die Studenten kritisieren seit Jahren die Realitätsferne der Wirtschaftswissenschaften, deren Mathematisierung völlig verdeckt, dass sie mit dem Menschen zu tun haben und zu den Sozialwissenschaft gehören.

* Dogmatisierung und Selbstzensur, „Wissenschaftsopportunismus“ und „akademische Prostitution“ sind weit vorangeschritten: Ökonomen unterlassen wichtige Forschungsarbeiten, weil diese keine „wissenschaftliche Rendite“ einbrächten – und schrecken vor dem Vertreten von Positionen, die von der herrschenden Lehre abweichen, zurück, weil sie um ihre wissenschaftliche Karriere fürchten.

* Eine Wissenschaft, die sich mit den paradigmatischen Grundlagen wie auch mit den praktischen Folgen ihrer Theoriebildungen nicht in ethisch-kritischer (Selbst-)Reflexion auseinandersetzt, ist nur noch der Form nach eine Wissenschaft.

Hier ist wirklich mit Händen zu greifen, dass heute nicht nur die Wirtschaft sich den Menschen untertan gemacht hat, sondern dass schon in der Wissenschaft eine einzige ganz bestimmte Gedankenrichtung („Lehre“) das Denken der Wissenschaftler versklavt hat. Ein Dogma ist nicht einfach nur eine Irrlehre, es ist eine mächtige Kraft mit mächtigen Vertretern, die sich das Denken und Handeln aller anderen Menschen unterwerfen will.


26.05.12 18:13 – Merkels Erfolgsgeheimnis


Das Erfolgsgeheimnis der Angela Merkel: „Sie entscheidet so, wie sie es aktuell rational für richtig hält – rein nach Faktenlage und weitgehend emotionslos.“
(Focus online, 25.5.2012) bit.ly/L2MjH4


Die Tragik ist nur, dass dieses emotionslose Denken und Handeln genau das ist, was alles Menschliche und Soziale zerstört – weil es schon die Fakten völlig einseitig und damit falsch deutet. Eine Politik ohne Herz kann nur neoliberal, kurzsichtig und arrogant sein.


26.05.12 17:51 – Das politische Vakuum


„Es gibt keine andere politische Kraft, die auch nur ansatzweise für jene politischen Ziele eintritt, die im Zentrum der Politik der Linken stehen.“
(Sahra Wagenknecht in der Financial Times Deutschland). http://on.fb.me/KzsPLl


Soviel zum Vakuum auf politischer Ebene.


26.05.12 17:05 – Lagarde und die soziale Krebskrankheit


Christine Lagarde, die Chefin derjenigen Institution, die wie kaum eine andere geradezu ein Symbol für die neoliberale Ideologie geworden ist (der IWF), sagt – wenige Tage vor Pfingsten, dem Fest der Brüderlichkeit! – zur Griechenlandkrise:

„Ich sorge mich mehr um die Kinder in einem kleinen Dorf in Niger, die nur zwei Stunden Unterricht am Tag haben und sich zu dritt einen Stuhl in der Schule t...eilen. Sie brennen darauf, Bildung zu bekommen [...] Und ich sage Ihnen folgendes: Es ist manchmal härter, Länder zum Sparen aufzufordern, in denen die Menschen ein jährliches Pro-Kopf-Einkommen von 3000 bis 5000 Dollar haben. Denn ich weiß genau, was das dann für das Sozialsystem und die Versorgung der Armen dort bedeutet.“ (Spiegel online, 26.5.2012). bit.ly/K17pu1


Genau das ist die typische neoliberale Blindheit, ja Arroganz, gekleidet in ein humanistisches Mäntelchen. Warum? Weil man unter Verweis auf die „noch Ärmeren“ alle anderen immer und immer wieder zum „Sparen“ und „Kürzen“ voranpeitschen kann.

Jeder Mensch mit auch nur einem Körnchen Weisheit hat ein tief innerlich erlebtes unmittelbares Wissen darüber, dass Bildung und soziale Sicherung das zentrale Fundament sind, welches einer Gesellschaft überhaupt ermöglicht, durch Fleiß und Arbeit zu einem allmählich wachsenden Wohlstand zu kommen. Wenn man hier „spart“, entzieht man sich den einzigen Boden, den man hat.

Lagarde sagt, die Griechen und alle anderen Europäer hätten es sich jahrzehntelang „gut gehen lassen“, nun sei „Zahltag“. Welch ein Unsinn!

Lagarde verweist mit Recht auf die Steuerhinterziehung, die in Griechenland in gewisser Hinsicht noch extremer ist als in anderen europäischen Ländern. Doch das Grundproblem ist damit überhaupt nur angerissen: Es ist die Tatsache, dass sich die Reichen und Mächtigen generell aus ihrer Verantwortung stehlen – nicht erst durch Steuerhinterziehung! Sondern auch durch die krasse Ungleichverteilung von Vermögen und Einkommen und durch die ebenso krasse Um-Verteilung! Was ist denn Hartz IV, was sind denn die Agenda 2010, die Steuer- und anderen „Reformen“ der letzten Jahre anderes als ein einziges Umverteilungsprogramm, welches die furchtbare Kluft zwischen Arm und Reich nur noch massiv vergrößert?

Jedem Einzelnen, der sagt: „Wir können uns den Sozialstaat nicht mehr leisten“, muss erwidert werden: Profitgier und Egoismus haben die Notwendigkeit eines Sozialstaates und das Elend Unzähliger erst hervorgebracht – und zugleich die Staatsfinanzen ruiniert. Dazu haben Politiker jahrelang an oft vorderster Front auch noch beigetragen!

Immer wenn der Staat kein Geld hat, muss er angeblich „sparen“. Nein – er muss sich das notwendige Geld holen, und zwar dort, wo es vorhanden ist. Europa vereint die reichsten und produktivsten Volkswirtschaften der Erde – hier existiert ein ungeheurer, unfassbarer Reichtum! Es ist alles, alles immer und immer wieder ausschließlich eine Verteilungsfrage.

Den ganzen Aufsatz lesen: bit.ly/JLBSWw


25.05.12 22:29 – Ein Bündnis der Menschlichkeit?


Es gibt tief integre Menschen, die die heutige Politik wirklich mit Herzblut kritisieren und durchschauen. Aber sie alle werden damit allein nichts verändern – nur ein Zusammenwirken könnte etwas verändern. Warum ist es nicht möglich, dass Menschen wie Christoph Butterwege, Friedrich Schorlemmer, Georg Schramm, Konstantin Wecker, Götz Werner und noch viele andere sich auf unmittelbar politischer Ebene zu einem vollkommen neuen „Bündnis der Menschlichkeit“ zusammenschließen?

Mit Menschen wie ihnen würde man wirklich zu einer tief menschlichen Gestaltung der Gesellschaft kommen können – und ihre Integrität und Bekanntheit würde dafür sorgen, dass ein solches neues Bündnis einen wahren Erdrutschsieg über alle „gescheiterten Parteien“ erreichen würde.

Mehr dazu in meinem Buch „Zeit der Entscheidung“, Band II, und im „menschlichen Manifest“.


25.05.12 22:27 – Gescheiterte Staaten


Der künftige Co-Chef der Deutschen Bank fragte in Athen Vertreter der Finanz- und Real-Industrie, welchen Politikern sie zutrauen würden, das Land in eine „neue Ära“ zu führen, in der es wieder „ein geschätztes Mitglied der Eurozone sein“ könne, und man habe ihm nicht einmal fünf Namen genannt. Auch er nennt (wie die FR) Griechenland einen „gescheiterten Staat“. bit.ly/JCvAz0

Deutschland ist auch ein „gescheiterter Staat“, was menschliche Politik und menschliches Wirtschaften angeht. Und wenn man hier nach Menschen fragt, die Europa in eine neue Ära führen könnten, die den Namen „Europa“ wirklich verdient, fallen einem ebenfalls keine fünf Namen ein. Es gäbe schon mehr – aber sie haben leider nicht den Mut zu einem gemeinsamen „Bündnis der Menschlichkeit“.


25.05.12 19:36 – Grass zu Griechenland


Wie gut, dass Menschen wie Grass nun auch zu Griechenland ihre Stimme erheben:

Rechtloses Land, dem der Rechthaber Macht den Gürtel enger und enger schnallt.
...
Geistlos verkümmern wirst Du ohne das Land, dessen Geist Dich, Europa, erdachte.


25.05.12 00:50 – Das Motto einer guten Zeitung


Hier einmal das geniale Motto der Zeitung mit der besten Hintergrund-Berichterstattung. bit.ly/KexXpJ


25.05.12 00:41 – Stärkste Ausbreitung der Armut


In Deutschland gab es 2004-2009 eine stärkere Ausbreitung von Armut als in jedem anderen europäischen Land. Bei Erwerbstätigen stieg die Rate von 4,9% auf 7,1%, bei Erwerbslosen sogar von 41% auf 70%. (Armuts-Maßstab: Netto-Einkommen unter 940 Euro für Alleinstehende). bit.ly/JgbHI3


24.05.12 23:13 – Die griechische Tragödie


Es ist eine unscheinbare Meldung, die mitten in das Zentrum der Katastrophe weist. Die griechischen Netto-Löhne sind innerhalb eines Jahres um 23% gesunken – von monatlich über 1.400 Euro auf unter 1.100 Euro! (http://bit.ly/KOeRb7).

Die Katastrophe liegt dabei auch in der Tatsache, dass eine solche Meldung überhaupt denselben Charakter haben kann wie irgendein belangloses Fußballergebnis. Dass sie ohne das kleinste Ausrufezeichen auskommt! In welch eine Welt sind wir geraten, wo so etwas ohne jede Gefühlsregung gemeldet und registriert wird – und wo im nächsten Satz allenfalls darauf hingewiesen wird, dass „der geschüttelte Staat“ ja noch immer „weit vor den europäischen Schlusslichtern“ Bulgarien und Rumänien liege! Eine pure Ansammlung von Phrasen!
Der brutalste Sparkurs, den ein europäisches Land je durchmachen musste, fordert seine Opfer – und Europas Politiker fordern noch die Fortsetzung dieses Selbstmordes! Und Europas Medien begleiten das Ganze mit der Gefühlsleere eines Nachrichtentickers...

Gesamten Aufsatz lesen: Die griechische Tragödie und das Märchen. Troika-Europa und die Verleugnung der Vernunft.


23.05.12 22:14 – Bartsch und die Wahrheit


 „Bartsch [...] zerriß einen Leitantrag seines eigenen Parteivorstandes in der Luft, in dem es heißt, Die Linke sei »die einzige Partei, die eine schlüssige Antwort auf die Finanzkrise sowie ökologische und demokratische Herausforderungen im Interesse der Bürgerinnen und Bürger präsentiert.« Das, so Bartsch, sei »ein Gestus, der abstößt«. Statt sich als »einzige« Partei dieser Art hervorzuheben, müsse es heißen: »Wir laden ein«.“
(Schelte für Beckenpinkler, junge Welt, 24.5.2012). bit.ly/JdDBnP


Bartsch verdient den Namen „Reformer“ (sprich: Verwässerer, Zerstörer) offenbar zu Recht. Die Wahrheit stößt die herrschenden Kreise und die Nicht-Denker immer ab. Wer aber aufhört, sie auszusprechen, hat schon verloren (selbst wenn er dadurch Wahlen gewinnt).

Richtig als Gestus wäre beides: Die Wahrheit aussprechen UND dazu einladen, wahrhaft im Interesse der Menschen zu denken. Also:

„Die LINKE ist die einzige Partei, die eine schlüssige Antwort auf die Finanzkrise sowie ökologische und demokratische Herausforderungen im Interesse der Bürgerinnen und Bürger präsentiert - und wir laden dazu ein, unsere Antwort einmal wirklich NACHZUVOLLZIEHEN und dann zu sagen, was daran nicht WAHR sein soll.“

Wir müssen vollkommen wegkommen vom bloßen Intellekt. Die Parteien rechts von der LINKEN werden von der Phrase dominiert (siehe auch meinen Beitrag vom 17.5., 20:04). Aber auch in den inneren Kämpfen der LINKEN tobt das Phrasenhafte, Unwahrhaftige, das bloß intellektuelle, unwirkliche Denken. Die völlige Abkehr von allem Phrasenhaften, die völlige Hinwendung zum wirklich menschlichen Denken, das das Fühlen und Wollen voll mit einschließt, habe ich mit dem „menschlichen Manifest“ versucht. bit.ly/Lpz7yf


23.05.12 21:57 – Nicht ganz


Ergänzung zum Beitrag von Albrecht Müller („Das Projekt einer linken Alternative ist gestern gescheitert“):

Nicht ganz.

bit.ly/Lpz7yf


23.05.12 21:36 – Das linke Projekt gescheitert?


Albrecht Müller (NachDenkSeiten) zum „Rücktritt“ von Lafontaine und dem Sieg neoliberaler Meinungsmache und verdeckter Einflussnahme – auch in den Parteien selbst:

„Das Projekt einer linken Alternative zur herrschenden rechtskonservativen Ideologie und zur herrschenden Gruppe ist gestern gescheitert. [...]
Die herrschenden Kreise wollen mit allen Mitteln verhindern, dass in Deutschland noch einmal eine Alternative zur rechtskonservativen und neoliberal geprägten Führungsschicht an die Macht kommt. [...]
Die Fremdbestimmung der SPD ist leider in weitem Maße gelungen. Jetzt steht die entsprechende Operation bei der Linkspartei an. Deshalb auch die harten Gefechte. Leider merken es maßgebliche Leute in der Linkspartei offenbar nicht. Andere sind in das Prozedere eingebunden. Davon bin ich fest überzeugt. Bei der SPD habe ich es hautnah erlebt und ich weiß, wer an diesem Prozess der Anpassung der SPD an die herrschende Linie maßgeblich beteiligt war.
Allerdings werden die Namen jener, die den Prozess von innen begleiten, nicht öffentlich angeschlagen. Dann wäre diese Operation futsch, die Arbeit umsonst. [...]
Wer die Existenz von Einflussagenten in den Parteien des linken Spektrums nicht glauben will, kann getrost darauf verzichten. Sie oder er werden dann aber immer wieder rätseln müssen, weil sie wichtige Vorgänge nicht mehr verstehen.“
(Ergänzung zum Beitrag zur Linken und zum Rat an Lafontaine: Ein historisch bedeutsamer Tag...) www.nachdenkseiten.de


22.05.12 19:20 – Was ist fundamentalistisch?


„Wenn man sich selbst die Mühe macht, über die Inhalte zur Definition von 'fundamentalistisch' einerseits und 'reformorientiert' andererseits nachzudenken, dann stellt sich Ratlosigkeit ein. Als fundamentalistisch wird wohl die Tatsache begriffen, dass Lafontaine das Engagement in Afghanistan beenden will und für die vorübergehende Finanzierung von Staatsschulden durch die Zentralbanken und vor allem auch für eine bessere Regulierung der spekulativen Finanzmärkte eintritt. Wenn das fundamentalistisch ist, dann ist die NATO inzwischen fundamentalistisch, Hollande sowieso; und auch die US-Regierung, denn sie lässt die Finanzierung durch die Zentralbank FED selbstverständlich zu.“
(Albrecht Müller: Ein Rat an Lafontaine: Nicht antreten. NachDenkSeiten, 22.5.2012). bit.ly/Mj9E9c


22.05.12 18:52 – Geringverdiener


Armes Deutschland – wie tief müssen wir als Gesellschaft noch sinken?

In Deutschland gibt es mittlerweile über sieben Millionen Menschen, die als „Geringverdiener“ bezeichnet werden. Warum? Weil sie als Vollzeitbeschäftigte im Mittel (!) nur 7,18 Euro pro Stunde verdienen – brutto! Und als „Minijobber“ sogar unter 6 Euro! Fast eine Million der Vollzeit-Niedriglöhner arbeitet pro Woche sogar 50 Stunden und mehr!

7,18 Euro pro Stunde, das sind im Monat netto 990 Euro – wohl dem, der keine Familie hat und davon mehr als nur Fahrtkosten und Miete bezahlen kann...

Die meisten Normalverdiener und erst recht die Besserverdiener, Manager und Vorgesetzten machen sich keinen Begriff davon, was es heißt, sich Monat für Monat Sorgen zu machen, ob man überhaupt über die Runden kommt – ganz zu schweigen von der Frage, wie.

Diejenigen, die 2000 Euro und mehr im Monat verdienen, haben keine Ahnung, was es heißt, nicht nur sich selbst völlig einzuschränken, von gesellschaftlicher Teilhabe ausschließen zu müssen, sondern auch seinen Kindern alles versagen zu müssen – Spielzeug, Kleidung, Kino, Sommerurlaub oder was es auch sei...

(Karl Brenke: Geringe Stundenlöhne, lange Arbeitszeiten. DIW Wochenbericht 21/2012). bit.ly/KIO2RF Unten ein Artikel in der FR dazu. bit.ly/JdHQjm


21.05.12 21:47 – Hartz 4 Empfänger sagt die Wahrheit


Hans-Jürgen Czentarra am 30.9.2010 bei Maybrit Illner. bit.ly/LEJ1in

Youtube-Video: Hartz 4 Empfänger sagt die Wahrheit.


21.05.12 20:42 – Wahlergebnisse und Meinungsmonopol


„Und da bin ich auch gleich bei einer Frage, die mir immer wieder gestellt wird: Ja, wenn Sie alle so gute Ideen haben, warum [...] haben Sie so schlechte Wahlergebnisse? [...] Ein Gründungsherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, er hieß Paul Sethe, hat diese Frage [...] beantwortet. Er hat gesagt, Pressefreiheit in unserem Lande ist die Freiheit von 200 reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten. Und solange das so ist, so lange werden die Thesen und Ideen der Linken von diesen Medien nicht weitergegeben und nicht weiterverbreitet.“


Und deshalb ist die „junge Welt“ die mit Abstand beste Tageszeitung, die es überhaupt gibt - denn keine andere berichtet so umfassend und ungeschminkt über Hintergründe. Und sie ist ... in Genossenschafts-Eigentum!“


21.05.12 20:34 – Die Eigentumsfrage


„Wenn die Macht in der Gesellschaft ungleich verteilt ist, kann es keine demokratische Ordnung geben. An dieser Stelle taucht die Frage nach Eigentum und Vermögen auf, an dieser Stelle. [...] Und deshalb muß jeder, der Demokratie überhaupt ernst nimmt, die Frage aufwerfen: Wie muß Vermögen in der Gesellschaft verteilt werden, damit wir überhaupt zu einer demokratischen Gesellschaft kommen können? Da muß er sich nicht auf das Grundgesetz berufen in diesem formalen Sinn, wie ich das oft erlebe: Eigentumsgarantie, Eigentumsgarantie. [...] Was ist Eigentum? [...] Eigentum entsteht durch eigene Arbeit und nicht dadurch, daß man andere für sich arbeiten läßt. Das ist die Antwort der Aufklärung. [...]
Und daß diejenigen, die das System und die Macht in Frage stellen, die die Demokratie mit Leidenschaft einfordern, als Spinner und Radikalinskis abgeurteilt werden, das ist normal. Aber hier will ich eines sagen: Radikal sein ist nicht ein negativer Stempel, es ist eine Auszeichnung. Denn nur wer an die Wurzel geht, der kapiert überhaupt, worum es geht.“
(Oskar Lafontaine am 20.5.2012, „Was ist Eigentum?“, junge Welt, 22.5.2012). bit.ly/Joqa9B


21.05.12 18:14 – Schröder zur Anpassung


„[Familienministerin] Schröder ist die erste Frau in verantwortlicher Position, die offen sagt: Schluss mit dem Rollensqueezing und der Anpassung des Lebens an die Ansprüche anderer! Es wird Zeit, dass sich die Arbeitswelt an den Menschen anpasst, vor allem an die Frau, nicht umgekehrt. Das Leben als Entfremdungserfahrung: Das hat man so deutlich zuletzt bei Marx oder Adorno gelesen.“
(Milosz Matuschek: Schröders Buch ist mutig und revolutionär, Cicero, 27.4.2012) bit.ly/Jh949X


21.05.12 17:53 – Griechenland als Protektorat?


Die Krise nimmt immer surrealistische Züge an – Wird Griechenland ein Protektorat!? Thomas Straubhaar, Leiter des neoliberalen „Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut“ und Botschafter der neoliberalen „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ erklärt Griechenland im „Tagesspiegel“ zu einem „failed state“ (!), den man zu einem europäischen Protektorat machen müsse, um ihn neu zu gründen. bit.ly/KFOtQL

Die alles entscheidende Frage ist: Wie kann man endlich wirkliche Demokratien begründen, wie kann man endlich die Idee Europa verwirklichen, die heute mit Füßen getreten wird – NICHT von Griechenland, sondern von visionslosen Machtpolitikern, Opportunisten und Bürokraten.

In demselben „Tagesspiegel“-Artikel weist Prof. Rudolf Hickel, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von attac, zu Recht auf die realen Gründe der Katastrophe hin: Die martialischen Kürzungen, die Griechenland aufoktroyiert wurden, erzeugen eine „dauerhafte Elendsökonomie“! SIE sind es, die den „failed state“ erst erzeugen werden. Innerhalb weniger Monate könnte es zu echten Unruhen kommen – und eventuell muss dann wirklich eine EU-Armee einmarschieren und „friedenssichernde Maßnahmen“ ergreifen. Mehr zum Thema: bit.ly/JyZljo

Dies alles ist die furchtbare Wirkung der Politik von Angela Merkel. Umfassend werden die Hintergründe in meinem Werk „Zeit der Entscheidung“ beleuchtet.


21.05.12 03:46 – Piraten und Grundrechte


Warum Deutschland gerade jetzt die Piraten braucht:

„Freiheit und Solidarität sind in allen Facetten in ihren Programmen verwoben. Der Schutz der Grundrechte, die Transparenz des Staatswesens und demokratische Beteiligung sind klare Leitlinien, die die allzu billig ausgelegten Zuschreibungen von Inhaltsleere und Beliebigkeit deutlich sichtbar durchkreuzen. [...] Ob beispielsweise die Atompolitik ...oder die europäische Krisenpolitik der derzeitigen Regierung noch etwas mit Verantwortung und Nicht-Beliebigkeit zu tun hat, soll jeder für sich selbst entscheiden. [...] Hartz IV, Vorratsdatenspeicherung, EU-Recht, die Gesetze zur sogenannten Finanzmarktstabilisierung – die Reihe von Fällen, in denen das Gericht die Regierungen davon abhalten musste, die Grundrechte mal eben beiseite zu schubsen, ist beschämend lang.“
(Marcus König: „Ahnungslose Illusionisten“, Le Bohemien, 28.4.2012). bit.ly/JqBQdc


21.05.12 03:08 – Graeber und „Zeit der Entscheidung“


David Graeber wird in dem u.g. Interview als Anarchist vorgestellt, mit dem sich selbst die Wirtschaftselite auseinandersetzt. Dabei hat auch er keine Alternative zum heutigen Kapitalismus. Rudolf Steiner war schon 1919 viel radikaler - und so bringt Graebers jetzt so gefeiertes Werk „Schulden. Die ersten 5.000 Jahre“ nichts, was wirklich in die Zukunft tragen würde. Und die erwähnte aktuelle Studie von Boston Consulting zitiere ich bereits in meinem im November erschienenen umfassenden Werk „Zeit der Entscheidung“ (obwohl Telepolis erst kurz vor Drucklegung darüber berichtete)!

Holger Niederhausen: Zeit der Entscheidung


21.05.12 02:54 – Der brutale Neoliberalismus


„Die Angst vor dem Abstieg wurde den Leuten von den Neoliberalen eingeimpft, um sie von kreativen Ideen im sozialen Sinne abzubringen. [...]
Die Boston Consulting Group hat berechnet, was bei einem [weltweiten] Schuldenerlass passieren würde. Ihr Ergebnis: Ja, er würde die Wirtschaft in schwere Turbulenzen stürzen. Die Turbulenzen wären aber noch größer, wenn man die Schulden nicht streichen würde. [...]
Der Kapitalismus wird an seine Grenzen stoßen, das ist offensichtlich. [...] Was danach kommt, kann viel schlimmer werden, brutaler und ungleicher. Deshalb ist es so wichtig, dass wir uns jetzt Gedanken machen, wie wir leben wollen.“
(Prof. David Graeber, Begründer des Occupy-Mottos „We are the 99 percent“, Märkische Allgemeine, 21.5.2012). bit.ly/Jhmm9T


20.05.12 03:26 – Ein Goethe-Wort


Es ist mit Meinungen, die man wagt, wie mit Steinen, die man voran im Brette bewegt; sie können geschlagen werden, aber sie haben ein Spiel eingeleitet, das gewonnen wird.
- J.W. Goethe


20.05.12 03:11 – Der menschliche Politiker


„Das sind keine Menschen, die da im Bundestag sitzen, das sind Rollen. Von den Menschen hinter den Rollen wissen wir in Wirklichkeit sehr wenig. Und das erwartet die Öffentlichkeit auch so. Aber das finde ich nicht gut! [...] Und wenn meine Freunde sagen, ich müsse mir ein dickeres Fell zulegen – dann sage ich Nein! Ich will das nicht. Ich will weich bleiben, ich will weiter zuhören, ich will auf Kritik eingehen. Das macht für mich eben einen guten Poitiker aus. Und ich kann nur hoffen, dass die Gesellschaft sich das irgendwann genug wünscht, um mir auch die Möglichkeit zu geben, so zu sein.“
(Marina Weisbach, Piraten, 19.10.2011). www.marinaslied.de


20.05.12 01:48 – Von der Versammlungsfreiheit


Frankfurt +++ wegen „befürchteter Gewaltbereitschaft“ reale Staatsgewalt +++ Staats- und Polizeiapparat als organisierte Gewalt gegen die Bürger bzw. das Volk.

„Die wenigsten wissen, dass die Grundrechte eigentlich Abwehrrechte des Bürgers gegen den Staat und seine Institutionen sind, weil sie gemäß Art. 1 Abs. 3 GG als unmittelbar geltendes, also erlaubnisfreies Recht die öffentliche Gewalt in ihren Handlungen an die Grundrechte binden.
Es ist also ein Unterschied, ob Demonstranten ihr Grundrecht der Versammlungsfreiheit gemäß Art. 8 GG mit der (unnötigen) Erlaubnis der Behörden als von der öffentlichen Gewalt gewährtes Gnadenrecht ausüben (dürfen) oder ob sie sich im Sinne des Art. 1 Abs. 3 GG in Verbindung mit Art. 8 GG zum Zwecke der Abwehr der öffentlichen Gewalt friedlich und ohne Waffen versammeln.“ feynsinn.org
(Kommentar von I. Wengel, Grundrechtepartei, bit.ly/L7zYk2).


Siehe dazu zwei Beiträge in den „Blättern für deutsche und internationale Politik“:

* Albrecht von Lucke: Demokratie ohne Volk (Blätter, 7/2010). bit.ly/K1g7X9
* Miguel Abensour: Die rebellierende Demokrate (Blätter, 5/2012). bit.ly/KCaVKx


18.05.12 23:38 – Occupy Frankfurt und die Polizei


Bericht von Occupy Frankfurt und dem skandalösen Vorgehen der Polizei:

„Da waren wir nun im Kessel, gemeinsam mit alten Frauen, Kindern, Kleinkindern. Ich fragte die Polizei noch, worauf sie denken, dass es gerechtfertigt sei, uns einzukesseln und zu verbieten. Daraufhin meinte eine Beamtin, dass wir gewaltbereit wären und dass das ja nicht ginge. In dem Moment wackelte gerade ein kleines süßes Kind an mir vorbei. „Das meinen sie mit Gewalt??? Kleine Pampersrocker mit Schnuller?? Die einzigen Indizien für Gewalt sehe ich an Ihrer Ausrüstung (Schlagstock, Tränengas, Pistole)!“ - und da flogen Seifenblasen auf sie zu. Entstanden in der Demonstranten-Ecke!“
„Davor dürfen wir die Augen nicht mehr verschließen“, hartz-nordhausen.blog.de, 18.5.2012. bit.ly/JY9ZgY


18.05.12 23:18 – Wirtschaftsmacht und Demokratie


„Der Kapitalismus erfüllt nicht einmal seinen eigenen Anspruch auf Leistungsgerechtigkeit – also dass sich die Verteilung der Güter nach der Leistung der Menschen richtet. [...] Ich möchte keinen Staatskapitalismus, sondern eine neue Wirtschaftsordnung, in der Eigentum nur noch durch Arbeit entsteht. Das setzt voraus, dass nicht mehr Firmenerben oder Hedgefonds Eigentümer der großen Wirtschaftsunternehmen sind, sondern die Beschäftigten oder die Gesellschaft insgesamt.
Seit der Abschaffung der Monarchie ist politische Macht nicht mehr vererbbar. Wenn wir eine wirkliche Demokratie wollen, darf auch Wirtschaftsmacht nicht mehr wie ein privates Gut vererbt werden. [...] An einer Neuverteilung von Einkommen und Eigentum führt kein Weg vorbei.“
(Sahra Wagenknecht, DIE ZEIT, 15.12.2011). bit.ly/M2jnR8


18.05.12 23:16 – Geißler und die falschen Leute


„Während jeder normale Mensch für jede Windel und Kaffeemaschine Umsatzsteuer zahlt, beteiligen sich die Devisenhändler und Spekulanten mit keinem Cent an der Finanzierung der Menschheitsaufgaben. Es gibt Geld wie Heu auf dieser Erde, nur haben es die falschen Leute.“
(Heiner Geißler, DIE ZEIT, 15.12.2011). bit.ly/M2jnR8


18.05.12 22:42 – Eine globale Menschenrechtskrise


Heiner Geißler: „Unsere ökologischen Probleme, die Armut von drei Milliarden Menschen, Trinkwassernotstand, Flüchtlingsdramen - alle diese Probleme könnten wir [...] in den Griff bekommen, wenn die immensen Geldmengen, die vorhanden sind, nicht in falschen Händen wären. [...] Wir sind Zeugen einer globalen Menschenrechtskrise: Millionen leiden unter ungerechten und unwürdigen Lebensverhältnissen, die das Ergebnis einer kriminellen internationalen Arbeitsteilung sind.“
(„Die Menschen begehren auf, und das ist auch gut so“, Neues Deutschland, 19.5.2012). bit.ly/J3kwEP


18.05.12 00:04 – Röslers brutale Erfolgsbilanz


„Herr Rösler, hinter Ihrer scheinbaren Erfolgsbilanz verbirgt sich die brutale Realität von schlechter Arbeit und von Lohnkürzungen. Seit dem Jahr 2000 sind rund 2,3 Millionen Vollzeitarbeitsplätze vernichtet worden. [...] Es kam zu einer massiven Ausweitung von Teilzeitarbeit und geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen in Gestalt von Minijobs und Leiharbeit. Außerdem müssen mittlerweile viel zu viele Menschen diese schlechten Jobs auch noch befristet machen. [...] Seit 2000 kam es in Deutschland zu Lohnkürzungen um 4,5 Prozent.“
(Michael Schlecht, MdB DIE LINKE, 10.5.2012). bit.ly/JTTtP8


17.05.12 23:38 – Frankfurt verbietet Wecker


Frankfurt und die Beseitigung der Grundrechte. Selbst Konstantin Wecker wurde das Singen verboten. bit.ly/KEXJTP

Leider recht passend dazu: Hitlers Wegbereiter – Bemerkungen zum Verhältnis von Großkapital und NSDAP. www.jungewelt.de/2012/05-18/024.php


17.05.12 22:52 – Die Erpressung der Staaten durch Spekulanten


Die Euro-Krise spitzt sich zu. LINKE-Vorsitzender Klaus Ernst sagt mit vollem Recht: „Wenn Europa endlich der EZB erlauben würde, die Staaten unter Auflagen mit Direktkrediten zu versorgen, wäre die Spekulationskrise bald Geschichte.“ bit.ly/JjBfdl - Mehr über die ungeheuerliche Praxis der Staatsfinanzierung und der damit verbundenen Spekulation an den profit-orientierten Finanzmärkten sowi...e die menschliche Katastrophe in Griechenland in meinem Buch „Zeit der Entscheidung“. bit.ly/JRPp0v

DIE WELT dagegen vertritt die hart rechte unmenschliche Ideologie und behauptet, die gnadenlosen „Sparprogramme“ seien im Interesse der deutschen Bürger - und: „Sollten sich die Sozialdemokraten vor den Karren der Reformverweigerer in den Krisenländern spannen lassen, grenzte dies an Vaterlandsverrat.“
(Hollande-Ruck der SPD grenzt an Vaterlandsverrat, Welt online, 8.5.2012). bit.ly/JN6ESh


17.05.12 20:29 – Das Ende der Diktatur


Das „Bündnis der Menschlichkeit“ und das Ende der Diktatur

Liebe Mitmenschen in ganz Deutschland!

Der Wahlkampf für die Bundestagswahl 2013 hat begonnen. Dies ist eine Geburtsanzeige des „Bündnis der Menschlichkeit“ und eine Todesanzeige für CDU, SPD und FDP. Nehmen Sie sich fünfzehn Minuten Zeit, und Sie werden danach ein anderer Mensch sein.

Weiterlesen unter: www.holger-niederhausen.de/index.php


17.05.12 20:04 – Peinliche Moderatoren und Jungliberale


Medien und Politik heute - wirklich frappierend! Die viel zu jungen Moderatoren versuchen peinlich schein-professionell, Politik zum „Event“ zu machen - und die gewollt-souveränen Phrasen und die Föhnfrisur von Jung-Liberalen-Chef Lasse Becker (der aussieht wie 18) sind kaum zu ertragen. Wunderbar authentisch und auch wortgewandt ist dagegen Marina Weisband von den Piraten. Leider ist sie inzwischen zurückgetreten, um ihre Diplomarbeit zu schreiben.

(Sind die Piraten die besseren Liberalen? ZDF log in, 28.03.2012). bit.ly/JzjeaC


16.05.12 19:47 – Die soziale Katastrophe


Wo stehen wir als Gesellschaft? Die Lage ist furchtbar. Man muss nur diverse Online-“Stellenportale“ durchgehen: Oft geht es bei 90 Prozent der Anzeigen um den immer gnadenloseren Wettbewerb um den Kunden – um Werbung, Marketing, Vertrieb, Call Center, Testbewertungsschreiber etc., und/oder aber um das Geschäft mit den Arbeitslosen, d.h. Tätigkeiten bei Zeitarbeitsfirmen, entweder als Zeitarbeiter (Vollzeit ab 900 Euro netto!) oder als „Personalmanager“, der wiederum die anderen Arbeitssuchenden „managen“ darf.

Was sind die wie Pilze aus dem Boden sprießenden Zeitarbeitsfirmen anderes als das traurige Phänomen des Kampfes um die letzten sinnlosen Arbeitsplätze in sinnlosen „Start-ups“, die im Internet- und Call-Geschäft entweder ihre armselige Nische finden oder bald wieder eingehen?

Es gibt nicht genug klassische Arbeit, und die Arbeitslosen werden mit aller Macht massenhaft in Beschäftigungen gedrängt, die andere Menschen aggressiv mit Werbung angehen, damit diese etwas kaufen sollen, was sie sich ohnehin nicht leisten können, weil auch sie keine Arbeit haben... Was für eine Katastrophe! Was für eine Eskalation der Sinnlosigkeit! Was für ein Kampf aller gegen alle!

Und wie freudlos und sinnlos ist das Leben für unzählige Menschen, die unter der Herrschaft des nackten materiellen Zwanges zunächst gar keine andere Wahl haben... Man sieht es den Leuten nicht unmittelbar an, welcher Arbeit sie nachgehen, aber wie groß mag die wachsende Zahl derer sein, die unter genau diesen Bedingungen jeden Morgen in der S-Bahn sitzen und zur Arbeit fahren – ohne Perspektive, ohne Freude, ohne Sinn, ohne Geist, ohne Seele bzw. mit einer tief verwundeten und gedemütigten Seele...?

Umfassend dazu: „Zeit der Entscheidung“, Band 2, 384 Seiten.

www.holger-niederhausen.de/index.php

Wir brauchen eine radikale Wende hin zum Menschlichen - auch und gerade auf unmittelbar politischer Ebene! Für ein BÜNDNIS DER MENSCHLICHKEIT - ein ganz neues pollitisches Bündnis, getragen von neuen Menschen, die den Mut haben, sich zu diesem ungeheuren Impuls zu verbinden.


16.05.12 15:55 – Was ist Vollbeschäftigung?


„Vielleicht müssen wir als Gewerkschaft unser Ziel der Vollbeschäftigung neu definieren. Vielleicht müssen wir sagen: Vollbeschäftigung ist nicht, dass jeder einer entlöhnten Erwerbsarbeit nachgeht, sondern Vollbeschäftigung ist, dass jeder in dieser Welt so leben kann, wie er es gerne hat.“ (Kurt Regotz, Präsident der zweitstärksten Schweizer Gewerkschaft SYNA). bit.ly/IYlp1s & bit.ly/Js5MDq


16.05.12 04:18 – Die Ursprünge von Occupy


Guter, früher Hintergrundartikel zur Occupy-Bewegung.

Florian Hauschild: #Occupy, #15o, #globalchange – was steckt dahinter? The Intelligence, 12.10.2011. bit.ly/LPKGhl


16.05.12 03:40 – Hunger trotz gleichem Kuchen


Einfach zwei ganz hervorragende Aufsätze!

„Zwei und zwei ist vier und wird immer vier bleiben. Und wenn ein Kuchen, an dessen Herstellung einst zehn Leute gearbeitet haben, dank einer Maschine von nur einem Mann gebacken wird, dann bleibt der Kuchen gleich groß. Dann darf es doch keinen Grund geben, die übrigen neun Leute deswegen hungern zu lassen.
Sich vor jeder Arbeit zu drücken, um sich von anderen aushalten zu lassen, ist verwerflich. Doch wenn jemand 50 Bewerbungsschreiben ausschickt, 48 davon ignoriert und zwei negativ beantwortet werden, wenn er täglich die Stellenangebote studiert und einfach keinen Job findet, der für ihn passt - oder nicht genommen wird, weil sich hundert Andere um denselben Job bewerben, verdient dieser Mensch dann wirklich, verachtet und erniedrigt zu werden?
Die Lösung wäre so einfach, wäre eine größere Zahl von Menschen endlich bereit, die Situation zu begreifen.“
(Konrad Hausner: Arbeitsmarkt, Konjunktur und Hartz IV...). bit.ly/KZuJmz


16.05.12 03:34 – Die Realität von Hartz IV


„Doch es gibt einige Millionen, die auf Hartz IV angewiesen sind. Es gibt einige Millionen, die sich durch schlecht bezahlte Zeitarbeit über Wasser halten. Freiberufler, die Monat für Monat zittern, ob das Geld auch für die nächste Miete noch reichen wird. Menschen, die ihre Interessen, ihre Qualitäten und Fähigkeiten opfern, bloß um überhaupt irgendeinen Job zu haben. Die offiziellen Armutszahlen, die von rund zwölf Millionen berichten, sagen dabei ziemlich wenig aus. Die Menschwürde kommt dann zum Erliegen, wenn regelmäßig Anforderungen gestellt werden, mit denen sich der Betroffene einfach nicht identifizieren kann.“
(Konrad Hausner: Arbeitsmarkt, Konjunktur und Hartz IV – Ein Lügengespinst. The Intelligence, 12.4.2012). bit.ly/KZuJmz


16.05.12 02:55 – Berufserfolg fordert alles


„Doch weiß nicht auch jeder, dass beruflicher Erfolg erfordert, seine gesamte Aufmerksamkeit, all sein Interesse zuerst dem beruflichen Werdegang zu widmen? Und welche Art von Jobs bleiben für Menschen, die nicht bereit sind, ihre ganze Lebensenergie den beruflichen Aufgaben zu verschreiben? Sind es nicht in den meisten Fällen äußerst frustrierende und noch dazu schlecht bezahlte Arbeiten? Sind wir dafür am Höhepunkt der menschlichen Entwicklung angelangt, dass jedes geistige Werk, jede Hingabe an Ideale, wirtschaftlichen Interessen zu weichen hat?“
(Geldverdienen ist nicht Lebenssinn. The Intelligence, 7.3.2012). bit.ly/JncV7Y

Ein in Gänze hervorragender Artikel!

Wesentlich vertiefend dazu ist Band 2 meines Krisen-Werkes „Zeit der Entscheidung“: www.holger-niederhausen.de/index.php


16.05.12 02:44 – George W. Bush und die Folter


George W. Bush wegen Folter schuldig gesprochen - und die westlichen Medien schweigen.

Der ehemalige UN-Diplomat Denis Halliday: „Die Vereinten Nationen ... wurden von den Mitgliedsstaaten für ihre eigenen Interessen korrumpiert. Sie respektieren nicht den Auftrag (der Vereinten Nationen), sie respektieren nicht das internationale Recht, sie respektieren nicht die Genfer Konvention. Solange das so weitergeht, werden die Vereinten Nationen weiterhin überflüssig sein, möglicherweise sogar gefährlich...“
The Intelligence, 14.5.2012. bit.ly/Jb3Dx0


16.05.12 02:14 – Der SPIEGEL schläft


Mein Kommentar zum Spiegel-Beitrag „Blogger verschlafen die Euro-Krise“:

Mich wundert das auch vollkommen. Die sogenannte Euro-Krise macht seit Monaten vollkommen offensichtlich, dass die politischen Marionetten nicht gewillt sind, das menschen- und bürgerfeindliche Finanzsystem grundlegend zu verändern - und die Blogger schweigen!?

An der Farce der „Euro-Krise“ könnte sonnenklar gezeigt werden, dass die heutige Politik mitsamt den 99% der Medien (nein, die Medien sind leider nicht auf unserer Seite, we are the 99%, but 99% of the established media are against us) in die völlige intellektuelle Perversion geraten ist. Hier könnte das marode, zerfallende System aus den Angeln gehoben werden, seine absolute Zukunftsunfähigkeit bewiesen werden! Dafür bräuchte es aber genügend ernsthafte Menschen, denen die Zukunft dieser Gesellschaft am Herzen liegt - die Zukunft jedes einzelnen Europäers, die nur gegen die Diktatur des Profits UND des Sparzwanges bewahrt werden könnte, als deren Mitläufer und Betreiber die Politiker sich erweisen und feiern.

Der einzige Lichtblick in der Finsternis ist DIE LINKE, die sich aber leider selbst zerfleischt. Mehr zu den unglaublichen Hintergründen und Zusammenhängen der Krise findet sich in meinem doppelbändigen Werk „Zeit der Entscheidung“, www.holger-niederhausen.de/index.php?id=735.


16.05.12 01:38 – Blogger verschlafen (nicht nur) die Euro-Krise


Blogger verschlafen die Euro-Krise - und auch meine umfassende Dokumentation, in der es zugleich um echte, radikal menschliche Alternativen geht:

www.holger-niederhausen.de/index.php

Blogger verschlafen die Euro-Krise. Spiegel online, 3.5.2012. bit.ly/KkGULl


16.05.12 01:02 – Die LINKE und die Nicht-Wähler


„Es ist unser Dilemma, dass gerade die, denen es am dreckigsten geht, die für Hungerlöhne malochen oder von Hartz IV leben müssen, vom ganzen Politikbetrieb oft so angewidert sind, dass sie gar nicht mehr wählen gehen.“
(Sahra Wagenknecht: „Wenn wir uns der SPD anbiedern, machen wir uns überflüssig“, Zeit online, 18.4.2012). bit.ly/KtHmJN


16.05.12 00:50 – „Ich kann Kanzler“


„Ich kann Kanzler“ - oder die absolute Dekadenz der „öffentlich-rechtlichen“ Medien. www.themen-der-zeit.de/content/Ich_kann_Kanzler.1607.0.html

Was ist die wirkliche Sehnsucht der Menschen?

DAS MENSCHLICHE MANIFEST  www.holger-niederhausen.de/index.php


13.05.12 20:05 – Geld macht egoistisch


Wissenschaftlich erwiesen: Geld macht nicht glücklich - aber egoistisch! (Zeit online, 12.5.2012). www.zeit.de/wissen/2012-05/geld-psychologie-kast/komplettansicht


13.05.12 16:50 – Die Proteste in Spanien


Hunderttausende empören sich in Spanien. www.heise.de/tp/blogs/8/151993.

DAS MENSCHLICHE MANIFEST. www.holger-niederhausen.de/index.php


13.05.12 14:49 – Vom Tod europäischer Werte


Vom Tod europäischer Werte (Sahra Wagenknecht, FAZ, 30.4.2012). bit.ly/IZ7dKN


13.05.12 13:23 – Nahrungsmittel-Spekulation


Eine Insiderin über die Wahrheit der Nahrungsmittelspekulation: Gier ohne Moral. www.youtube.com/watch

[Mehr dazu hier: zomobo.net/Nahrungsmittelspekulationen]


13.05.12 12:35 – Wie die „Griechenland-Rettung“ scheiterte


Wie die radikale „Griechenland-Rettung“ scheiterte (Wall Street Journal, 10.5.2012). on.wsj.com/JdNO3E

Deutsche Übersetzung: bit.ly/IYT7VN

Die wahren Hintergründe der Euro-Katastrophe und der absurden, versagenden Politik: www.holger-niederhausen.de/index.php?id=735


11.05.12 21:44 – Schramm: Öffentlich-rechtliche Bedürfnisanstalten


Georg Schramm: „Interessenverbände machen die Politik, die ziehen die Fäden, und an denen hängen politische Hampelmänner, die dann auf der Berliner Puppenkiste uns Demokratie vorspielen dürfen. Diese Politfiguren dürfen in den öffentlich-rechtlichen Bedürfnisanstalten bei den Klofrauen Christiansen und Illner ihre Sprechblasen entleeren...“ (Scheibenwischer, 2003). bit.ly/L6DP01


11.05.12 21:39 – Schramm: Leistungsträger


Georg Schramm über „Leistungsträger“: bit.ly/JdTH60. (Neues aus der Anstalt 08.09.09)

Siehe ausführlich mein Buch „Zeit der Entscheidung“, Band 2. www.holger-niederhausen.de/index.php

11.05.12 21:26 – Schramm: Medien und Bildung


Georg Schramm über das Versagen der Medien und die Vernichtung wirklicher Bildung: bit.ly/JJw5n3


11.05.12 21:14 – Schramm: Politiker, Finanzmärkte und das Böse


Georg Schramm über die Regierenden, die Finanzmärkte und das Böse: bit.ly/L6BEd4


11.05.12 21:06 – Frankfurt lügt und verbietet


Stadt Frankfurt lügt und verbietet Occupy-Proteste!

„Wir werden gegen die Verbote Klage einreichen“, junge Welt, 7.5.2012. bit.ly/Lr6OvV


11.05.12 10:02 – Unsere wahre Sehnsucht


Wie finden wir unsere wahre Sehnsucht ganz? Die Aufgabe des Menschen – und auch jeder „linken Bewegung“. www.holger-niederhausen.de/index.php

Das menschliche Manifest: www.holger-niederhausen.de/index.php


10.05.12 14:33 – Deutsche Bank und Nahrungsmittelspekulation


Mein Besuch bei den Hungermachern der Deutschen Bank (Thilo Bode, Foodwatch, 11.4.2012). bit.ly/KxH44F


10.05.12 14:31 – Die Mutmacherin


Die Mutmacherin [Camila Vallejo, Chile] (clara 23, 15.3.2012). bit.ly/JroMQ8


10.05.12 14:24 – Wecker über die Demokratie-Lüge


Konstantin Wecker:

„Entsetzen über linken Wahlgewinner“ ist zu lesen im deutschen Blätterwald.
Wann schreibt man wohl „Entsetzen über Forderung nach Demokratie in Griechenland?“
Sie nehmen kein Blatt mehr vor den Mund. Das Handelsblatt schreibt dem Sozi aus Frankreich auch gleich vor was zu tun ist: „Spätestens im Juni muss Holland auf Linie sein“
Aber Zack Zack! Am deutschen Wesen muss die Welt schließlich genesen. Was ist schon ein gewählter französischer Präsident. Oder ein linker Grieche.
Mir wird's ganz schön mulmig...


10.05.12 13:48 – Zeit der Entscheidung


Das aktuelle „Standardwerk“ über die Finanz- und Eurokrise, in Band II erweitert auf die noch tiefergehende Gesellschaftskrise und echte Auswege.

Holger Niederhausen: Zeit der Entscheidung. Die „Finanzkrise“ und neue Begriffe für eine grundlegend menschliche Gesellschaft. Niederhausen Verlag, 2011. - Band I: Die Krise. 416 Seiten. Band II: Menschliches Denken. 384 Seiten. Einzeln 17,90 €, zusammen 22,90 €. ISBN 978-3-913492-03-3 (Band I+II).

Band I eröffnet ein tiefes Verständnis und macht Sie zu echten Experten für die Finanz- und Eurokrise, ihre oft ungeheuerlichen Hintergründe, die Zusammenhänge und die Entwicklungen bis heute.

In Band II erleben Sie die reale Dimension der generellen Krise unserer heutigen Gesellschaft – und ein wahrhaft menschliches Denken, einen weitreichenden, sehr konkreten Ausblick auf eine wirklich menschliche Gesellschaft.

Bestellen und mehr: www.holger-niederhausen.de/index.php


04.01.12 10:13 – Auf der Suche nach der Menschlichkeit


„Auf der Suche nach der verlorenen Menschlichkeit. Gedanken am Ende der zwölf heiligen Nächte.

www.holger-niederhausen.de/index.php


04.01.12 08:14 – Ein Kommentar an Occupy Wall Street


Hat Occupy Wall St.s Chronik kommentiert:

„Liebe Occupy-Aktivisten,

mit Protesten wird man die führenden Kräfte nicht beeindrucken können – es ist einfach zu wenig. Was notwendig ist, ist ein grundlegend neues Denken. Nicht nur dieser oder jener andere Ansatz, auch nicht nur abstrakte Forderungen nach mehr Gerechtigkeit. Das wird keinerlei Wirkung haben. Es muss sich ein völlig anderes Denken entwickeln, bei dem auch wir alle erst ganz am Anfang stehen. Erst auf dieser Grundlage haben dann auch äußere Aktionen, Kongresse, Proteste usw. wirklich Sinn und wirkliche Wirkungen.

Gern weise ich bei dieser Gelegenheit auf folgende drei Schriften hin: [...]

Herzliche Grüße und alle guten Wünsche für 2012,

Holger Niederhausen